Psychologe Dr. Bertolt Meyer: Warum uns das Anders-Sein so herausfordert

Warum reagieren wir so empfindlich, wenn Menschen anders sind als wir selbst? Warum fällt es uns so schwer, andere Meinungen auszuhalten? Sind Vorurteile wirklich unvermeidlich? Und welche Rolle spielen soziale Medien bei dem "Wir gegen die"-Denken? In SWR1 Leute gibt der Sozialpsychologe Bertolt Meyer Antworten auf diese Fragen.

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Von Autor/in Katja Heijnen

Unser Gehirn liebt Schubladen

Meyer erforscht seit vielen Jahren die psychologischen Mechanismen hinter Ausgrenzung, Diskriminierung und Polarisierung. Er weiß: Das Problem beginnt im Kopf. Denn unser Gehirn ist darauf programmiert, schnell zu sortieren: Wir und die anderen. Das macht die Welt für uns einerseits überschaubar. Doch andererseits kommen mit den Schubladen auch Stereotype – und mit ihnen die Vorurteile.

Bertolt Meyer spricht aus Erfahrung: Er wurde ohne linken Unterarm geboren, ist homosexuell und wurde als "Gastarbeiter" aufgrund seiner deutschen Nationalität in der Schweiz ausgegrenzt. Doch er glaubt fest daran: Wenn wir die psychologischen Mechanismen hinter Ausgrenzung und Vorurteilen verstehen, können wir auch wieder zueinander finden.

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