"Nur der FCK"-Podcast

FCK-Boss Hengen über eigenen Anspruch: "Wir suchen keine Alibis, wir müssen die Spiele gewinnen!"

Nach einer Hinrunde mit Höhen und Tiefen steht der FCK in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen. FCK-Boss Hengen spricht im Podcast über den Spagat zwischen Zielsetzung und eigenem Anspruch.

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Von Autor/in Sebastian Zobel, Stefan Kersthold

"Sie sehen alle so aus, dass sie ihre Aufgaben zwischen den Jahren erfüllt haben", beschreibt FCK-Chef Thomas Hengen seinen Eindruck von den Spielern nach ihrem Urlaub. Während sich andere Vereine in der Sonne Südeuropas auf die Rückrunde vorbereiten, mussten sich die Roten Teufel warme Gedanken machen. Der Klub hatte sich frühzeitig dazu entschieden, nicht in ein Trainingslager zu fliegen, sondern sich zu Hause in Kaiserslautern auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Die Gründe, die gegen ein Trainingslager im Winter sprechen, liegen für FCK-Boss Thomas Hengen auf der Hand. "Du verlierst einen Tag bei Anreise, einen Tag bei Abreise. Der eine verträgt das Essen nicht, der andere hat von der Klimaanlage aus dem Flieger einen Schnupfen. So haben wir gesagt, wir nutzen jeden Tag, wo wir da sind."

Hengen versteht Hysterie wegen "normalem Winter" nicht

Die Spieler mussten sich so auch nicht wieder an das kalte deutsche Wetter gewöhnen. Wobei Thomas Hengen die Hysterie rund um den Wintereinbruch hierzulande nicht ganz nachvollziehen kann: "Es war ein normaler Winter, ich bin immer überrascht, wie schlimm das von der Thematik gemacht wird, wenn tatsächlich mal Schnee fällt. So waren die Winter früher immer, als Kind kannte man das nicht anders. Da hast du dir einen Schlitten geschnappt und bist los." Man habe trotz der Widrigkeiten sehr gute Trainingsmöglichkeiten gehabt, so FCK-Geschäftsführer Hengen.

FCK Geschäftsführer Thomas Hengen auf dem Weg zum Trainingsplatz
FCK Geschäftsführer Thomas Hengen auf dem Weg zum Trainingsplatz Imago/ Jan Huebner

Was tut sich auf dem Transfermarkt für den FCK?

Bislang stehen ein Zugang (Stümer Norman Bassette, Leihe von Coventry City) und ein Abgang (Offensivspieler Faride Alidou, Leihe nach Braunschweig) fest. Thomas Hengen geht, "stark davon aus", dass sich im Transferfenster bis zum 02. Februar noch etwas tun wird. Die Verhandlungen ziehen sich aber gerne auch mal etwas länger: "Das ist immer ein Gepokere und ein Geplänkel." Wie viele Zu- und Abgänge noch zu verzeichnen sein werden, ist schwer zu sagen. "Wir haben ja immer die Diskussion, ob der Kader zu groß oder zu klein ist", so Hengen. "Wie du es machst, ist es verkehrt. Wenn du keine Verletzten hast, ist er zu groß. Dann sagen alle, so viele Spieler brauchst du ja gar nicht. Hast du so viele Verletzte wie wir in der Vorrunde, sagen alle, 'ja der Kader ist ein bisschen klein und dünn'. Du musst immer gucken, wo die Mittelbalance ist."

Abiama, Wekesser und Co. sollen sich neue Vereine suchen

Dazu gehört sicher auch, dass Spieler, die bislang nur wenig Einsatzminuten hatten, sich nach Alternativen umschauen. Es ist kein Geheimnis, dass neben Faride Alidou auch Spieler wie Dickson Abiama, Erik Wekesser, Richmon Tachie und Tobias Raschl auf der Liste derer stehen, die verliehen oder verkauft werden sollen. Zuletzt war bekannt geworden, dass Abiama eine Leihe zu Drittligist Rot-Weiß Essen abgelehnt hat.

Geschäftsführer Hengen sagt, dass den Spielern gegenüber ganz klar kommuniziert wurde, dass der FCK sich nach Verstärkungen umschaut. Für einige Spieler, die bislang auf der Bank gesessen haben, könnte das in Zukunft einen Platz auf der Tribüne bedeuten. Hengen: "Dann muss jeder mit seinem Management entscheiden: Ist mir jetzt die warme Tribüne lieber, oder will ich nicht irgendwann mal auf den Platz, weil ich mich dann aufwerte und mein Marktwert nach oben geht, wenn ich mich zeigen kann?"

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FCK-Boss Hengen: Spieler sind keine Roboter

Thomas Hengen betont, dass er auch bei allen harten Entscheidungen immer versucht, das Sportliche vom Menschlichen zu trennen. Ebenso hat er Verständnis dafür, dass es einigen Spielern oft nicht gelingt, konstant gute Leistungen auf den Platz zu bringen und dass dabei oft auch Faktoren außerhalb des Platzes eine Rolle spielen. "Die Spieler sind keine Roboter, sie sind Menschen. Sie haben Gefühle."

Pokalsieger 1996 mit dem FCK - der heutige Geschäftsführer Thomas Hengen
Pokalsieger 1996 mit dem FCK - der heutige Geschäftsführer Thomas Hengen. Imago/ Pressefoto Baumann

Die bisherige Saisonbilanz fällt für Thomas Hengen gemischt aus: "Die Vorrunde war okay, hätte besser sein können." Gerade das letzte Heimspiel gegen Magdeburg hat Hengen nicht gefallen. Er betont ausdrücklich, dass er und die sportliche Führung die Fehler zunächst immer intern suchen und findet lobende Worte dafür, dass Coach Torsten Lieberknecht bislang nie die vielen Verletzten vorgeschoben hat. "Wir haben noch nie nach Alibis gesucht, wir bleiben bei uns, das ist unser Thema. Wir müssen die Spiele gewinnen!"

Anspruch und Wirklichkeit beim 1. FC Kaiserslautern

Dass man intern nicht zufrieden mit der Punkteausbeute in der Vorrunde ist, dürfte kein Geheimnis sein. Die eigenen Ansprüche beim FCK sind hoch. Doch den Aufstieg haben Hengen und sein Team, zumindest nicht offiziell, als Ziel ausgegeben. Dazu erklärt Hengen: "Wenn ich als Profiklub nicht in der höchsten Liga spiele, die es gibt, dann ist es doch mein Anspruch als Profi, als Trainer, als Mitarbeiter - ich will in meiner Abteilung der Beste sein. Wir wissen doch alle, wenn wir jetzt sagen, wir wollen aufsteigen, dann geht das raus. Der Druck auf die Mannschaft wird größer, die Erwartungshaltung wird größer. Jeder sagt, was erzählen die denn. Wir haben ein klares Ziel ausgegeben, weil man heute ohne Zielausgabe nicht mehr durch den Pressewald kommt." Die Ansprüche seien intern klar formuliert und jeder Spieler kenne sie.

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Schwerer Start in die Rückrunde für die Roten Teufel

Richtungsweisend könnte der Start in die Rückrunde werden. Mit Hannover, Schalke, Elversberg und Darmstadt warten vier der Mannschaften aus der Top 5 der Liga auf die Roten Teufel. Das klingt nicht gerade nach einem gemütlichen Start. Doch Thomas Hengen will den vier Spielen nicht zu viel Gewicht geben. "Gewinnst du alle vier, bist du noch nicht aufgestiegen, verlierst du alle vier, bist du nicht abgestiegen. Du musst in der Liga von Spiel zu Spiel denken."

Was genau ein Schatten-Kader ist, wie kompliziert Transfers heutzutage ablaufen und warum manche Vereine keine jungen Talente an den FCK verleihen möchten, erzählt FCK-Boss Thomas Hengen in der neuen Folge "Nur der FCK". Überall da, wo es Podcasts gibt und über diesen Link:

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