Bürgerkrieg im Sudan

Schriftsteller Navid Kermani im Sudan: „Einhundert Prozent traumatisierte Gesichter“

Seit 2023 wütet im Sudan, im Nordosten Afrikas, ein heftiger Bürgerkrieg. Mehr als 30 Millionen Menschen sind laut UN auf Hilfe angewiesen. Der Schriftsteller Navid Kermani ist für eine Reportage in der Süddeutschen Zeitung auf eigene Faust in den Sudan gereist.

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Stand

In SWR Kultur schildert Kermani seine Eindrücke nach der Rückkehr. Auf seiner Reise habe er unter anderem das Flüchtlingslager Al-Afad besucht und mit den Menschen gesprochen. Viele der Geflüchteten kämen aus Al-Faschir. Der sudanesischen Armee wird vorgeworfen, dort 2025 Kriegsverbrechen verübt zu haben, die UNO sieht deutliche Anzeichen für einen Genozid.

„Das ist so überwältigend, was man hört an Schauergeschichten, an schrecklichen Geschichten“, berichtet Kermani. Selbst er, der viel Kriegserfahrung habe, hätte diese „in dieser Dichte, in dieser Grausamkeit“ noch nie gehört. Das sei „erschütternd“ gewesen, so der Autor.

Die Bundesregierung lädt zum dritten Jahrestag des Bürgerkriegs im Sudan am 15. April 2026 zu einer internationalen Konferenz in Berlin ein.

Buchkritik Navid Kermani – In die andere Richtung jetzt

In seiner Großreportage über Ostafrika erzählt Navid Kermani von großer Not und gewaltigen Problemen. Einfache Lösungen hat er nicht zu bieten. Vielmehr macht er eine überwältigende Komplexität sichtbar. „In die andere Richtung jetzt“ ist ein Buch, das nachwirkt.
Rezension von Holger Heimann 

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Buchkritik Navid Kermani – Zu Hause ist es am schönsten, sagte die linke Hand und hielt sich an der Heizung fest

Neben seinen großen Romanen und Essays schreibt Navid Kermani auch Reisereportagen – und Bücher für junge bis sehr junge Leser. Sein neues Kinderbuch bearbeitet das Reisethema aus überraschend ungewohnter Perspektive.
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Zum 80. Geburtstag von Neil Young wiederholen wir diesen Essay von Navid Kermani aus dem Jahr 2020. Kermani schildert darin die Bedeutung des Musikers für seine Familie. 

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Forum Massenmord im Sudan – Was kann die Weltgemeinschaft tun?

Massaker, Hungersnot und Vertreibung - die Welt ist entsetzt über die Kriegsverbrechen im Sudan. Und sie sieht tatenlos zu. Der Krieg wird von Nachbarstaaten mitfinanziert, die auch wichtige Geschäftspartner des Westens sind. Was kann, was will die Weltgemeinschaft tun?

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Nordostafrika Sudan – Die größte humanitäre Krise der Welt

Im Sudan herrscht laut UN die größte humanitäre Krise der Welt. 25 Millionen Menschen sind von Hunger bedroht, rund 12 Millionen vertrieben durch den Krieg, der seit 2023 im Land tobt.

Das Wissen SWR Kultur

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Frauke Oppenberg
Frauke Oppenberg, Team SWR Kultur
Interview mit
Navid Kermani