Das Wissen

Usbekistan nach der Diktatur – Aufbruch an der Seidenstraße

Teilen

Stand

Von Autor/in Julia Smilga

Moscheen wie aus Tausendundeiner Nacht neben Stalinbauten aus der Sowjetzeit: Usbekistan ist ein traditionsreiches Land an der ehemaligen Seidenstraße. Unter dem Diktator Islam Karimow zählte es zu den repressivsten Staaten der Welt.

Seit dem Tod von Karimow 2016 wandelt sich das bevölkerungsreichste Land Zentralasiens rasant und erlebt unter seinem neuen Präsidenten Shavkat Mirsijojew Öffnung, Wirtschaftswachstum und Touristenboom.

Auch Deutschland hat seine wirtschaftlichen und politischen Interessen an Usbekistan entdeckt und 2024 mehrere Abkommen mit der Regierung in Taschkent geschlossen.

SWR 2025 / 2026

Anfang des 15. Jahrhunderts ist Ulugh Bek Herrscher im zentralasiatischen Timuriden-Reich. Er ist auch ein begnadeter Astronom, seine Berechnungen etwa der Sternenpositionen sind erstaunlich exakt.

Porträt Ulugh Bek – Gescheiterter Aufklärer des Islam

Ulugh Bek war im 15. Jahrhundert Herrscher in Samarkand und Ausnahme-Astronom. Er wollte die Naturwissenschaften reformieren. Verhinderte sein Tod eine islamische Epoche der Aufklärung?

SWR2 Wissen SWR2

Trockengefallenes Boot am Aralsee: Noch in den 1960er-Jahren war der Aral in Zentralasien der viertgrößte See der Welt. Heute ist von ihm nur ein Zehntel seiner einstigen Fläche geblieben. Statt des Wassers macht sich Wüste breit. Kasachstan und Usbekistan haben zunehmend Probleme.

Umwelt Wassermangel am Aralsee – Eine Region erfindet sich neu

Noch in den 1960er-Jahren war der Aral der viertgrößte See der Welt. Heute ist von ihm kaum etwas übrig. Neue Ideen sollen den weltweit beispielhaften Wasserkonflikt entschärfen.

SWR2 Wissen SWR2

Teekann mit dem Muster einer Weltkarte, daneben eine Teetasse: Tee wurde schon auf der antiken Seidenstraße transportiert. Wie kaum ein anderes Handelsgut prägte er später die Kolonialgeschichte. Auch die Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika begann 1773 mit der berühmten "Boston Tea Party".

Handel Tee in der Weltgeschichte – Von der Seidenstraße bis zur Boston Tea Party

Tee gehört zu den Stoffen, die die Welt geprägt haben. Der Handel mit Tee verband Asien und Europa. Der Streit um Tee wiederum beschleunigte die Gründung der USA.

Das Wissen am Feiertag SWR Kultur

Mihajlo-Pupin-Brücke über die hier 730 m breite Donau zwischen zwei Stadtteilen der serbischen Hauptstadt Belgrad. Die Brücke wurde von China finanziert und gebaut. Im Zuge der "Neuen Seidenstraße" hat China in den letzten Jahren massiv investiert.

Geopolitik Neue Seidenstraße auf dem Balkan – Wie China und die EU um Einfluss streiten

China investiert Milliarden in den Ländern des Westbalkan und gewinnt dadurch auch politisch Einfluss. Die EU beobachtet das mit Sorge, verfolgt in der Region eigene Interessen.

Das Wissen SWR Kultur

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Julia Smilga
Julia Smilga