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Der Rundfunk 1933 – Vom Massenmedium zum NS-Propagandainstrument

Lukas Meyer-Blankenburg im Gespräch mit Maximilian Schönherr

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Stand

Das Radio entwickelt sich Anfang des 20. Jahrhunderts in kurzer Zeit zum beliebten Massenmedium. Das wollen die Nationalsozialisten für sich nutzen. Als am 30. Januar 1933 Adolf Hitler Reichskanzler wird, beginnen sie sofort mit dem Umbau des erst zehn Jahre alten Rundfunks.

Radiopionier Hans Bredow verabschiedet sich mit ergreifenden Worten von seinem Publikum. Seine Rede, sowie weitere historische Beiträge über den Wandel des deutschen Rundfunks zum NS-Propagandainstrument, hat der Journalist Maximilian Schönherr zusammengetragen. Sie zeigen, wie NS-Propagandaminister Joseph Goebbels das Radio in wenigen Monaten auf Parteilinie bringt.

Die führenden Männer des Reichsrundfunks wurden, soweit sie als NS-Gegner bekannt waren, nach der Machtergreifung verhaftet und am 5. November 1933 vor Gericht gestellt. Staatssekretär Dr. Hans Bredow (stehend) während seiner Aussage, rechts von ihm sitzend Dr. Kurt Magnus, Direktor der Reichsrundfunkgesellschaft. 2. Reihe die Verteidiger und in der vorderen Reihe die weiteren Angeschuldigten von links: Zorek, Korte, Dr. Jaeger, Dr. Kohl, Dr. Otto und Intendant Flesch.

16.2.1933 Kurt Magnus verabschiedet Rundfunk-Pionier Hans Bredow

16.2.1933 | Zwei Wochen nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Der Geschäftsführer der Reichsrundfunkgesellschaft Kurt Magnus verabschiedet den Gründer des Rundfunks in Deutschland, Hans Bredow. Bredow hatte den Rundfunk in seiner föderalen Struktur aufgebaut und war in der Weimarer Republik Staatssekretär für das Rundfunkwesen. Am Tag von Adolf Hitlers Wahl zum Kanzler reichte Hans Bredow seinen Rücktritt ein. Kurt Magnus, etwas jünger als Bredow, hatte mit diesem mehrere Jahre zusammengearbeitet. Bei der offiziellen Verabschiedung spricht Hans Bredow am Ende sichtlich gerührt. Noch im selben Jahr kamen die beiden, zusammen mit anderen Rundfunkpionieren, in Haft.
Im Bild: Hans Bredow im November 1933 vor Gericht

Joseph Goebbels (NSDAP), Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda. Porträt bei einer Rede im Berliner Sportpalast am 2.3.1933

25.3.1933 Joseph Goebbels: "Der Rundfunk gehört uns!"

25.3.1933 | Am 25. März 1933 – nur einen Tag nach dem Ermächtigungsgesetz, mit dem Adolf Hitler Deutschland faktisch zur Diktatur gemacht hat – bestellt sein junger Propagandaminister Joseph Goebbels die Intendanten der Reichsrundfunkgesellschaft ein und hält einen ausufernden Vortrag darüber, wie er den Rundfunk im Sinne der Regierung einspannen will. "Wir machen gar keinen Hehl daraus: Der Rundfunk gehört uns und niemandem sonst. Den Rundfunk werden wir in den Dienst unserer Idee stellen und keine andere Idee soll hier zu Worte kommen!", sagt er, während er hörbar auf das Pult klopft.

Radiohörer am 'Volksempfaenger' (hergestellt 1933 im Sachsenwerk). An der Wand Porträtaufnahmen von Adolf Hitler und Joseph Goebbels

2.4.1933 NSDAP-Politiker Franz Kerber: Presse und Radio sind "Weltmächte"

2.4.1933 | Zwei Monate nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Der NSDAP-Politiker Franz Kerber aus Freiburg im Breisgau besucht den Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart. Die Sendeleitung hatte ihn eingeladen, denn sie wusste, dass Kerber in Kürze Oberbürgermeister von Freiburg werden würde.
In diesem sehr kurzen, abgerissenen Originalton dankt Kerber für die Einladung. Für ihn seien der Rundfunk und die Presse zwei "Weltmächte". Die Wahl vom 5. März 1933 habe den Rundfunk grundsätzlich verändert.

Hermann Esser (1900 -1981), NSDAP-Mitglied und u. a. bayerischer Wirtschaftsminister (undatierte Aufnahme)

14.4.1933 Deutscher Kurzwellensender für Nazi-Propaganda bekommt Intendanten

14.4.1933 | Die Gleichschaltung des Rundfunks ist so weit fortgeschritten, dass die Nationalsozialisten nun einen neuen Sender aufbauen, der sich explizit ans Ausland wendet. Dazu wird der Intendant des Bayerischen Rundfunks Kurt von Boeckmann nach Berlin geschickt, um dort den Deutschen Kurzwellensender zu leiten. An diesem 14. April verabschiedet ihn der bayerische Wirtschaftsminister und Nationalsozialist Hermann Esser. Er sagt, der Erste Weltkrieg sei nicht nur auf dem Schlachtfeld verloren worden, sondern auch wegen der mangelnden Propaganda. Das deutsche Volk sei das Kulturvolk dieser Erde. Er lobt den neuen Intendanten, den Nationalsozialisten Richard Kolb, weil er sich schon 1923 beim Hitlerputsch in den Kugelhagel vor seinen Führer gestellt hätte. Nach ihm spricht von Boeckmann, der zwei Wochen zuvor in die NSDAP eingetreten war. Von Boeckmann wird in Berlin nicht glücklich. Die Feier endet mit dem neuen Intendanten der Bayerische Rundfunk GmbH.
Im Bild: Hermann Esser

Walther Beumelburg (1894 - 1944) wurde am 15. April 1933 Rundfunk-Intendant in Frankfurt

22.4.1933 Walther Beumelburg wird Intendant des Südwestdeutschen Rundfunks

22.4.1933 | Reichsrundfunkkommissar Gustav Krukenberg führt in Frankfurt Walther Beumelburg als neuen Intendanten des Südwestdeutschen Rundfunks ein. Beide waren Mitglieder der NSDAP und der SS.
Krukenberg spricht monoton. Für am wichtigsten hält er die Abteilung für Zeitpolitische Vorträge. Damit sollen die fehlenden angeblich 49 Prozent der Bevölkerung auf nationalsozialistischen Kurs gebracht werden.
Im selben Tonfall fährt Beumelburg fort: Man werde nicht unter dem Joch Adolf Hitlers Rundfunk machen, sondern aus Überzeugung.

Joseph Goebbels, Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Foto um 1933, nachträglich koloriert

23.4.1933 Propagandaminister Goebbels besucht den Bayerischen Rundfunk

23.4.1933 | Joseph Goebbels, Propagandaminister und Chef von Rundfunk und Presse in Hitlers Deutschland, besucht, flankiert von SA und SS, den Bayerischen Rundfunk.
Der Originalton beginnt mit einer Reportage vor dem Riemerschmidbau, dem Funkhaus in München. Der Intendant Richard Kolb feiert Goebbels als Eroberer Berlins.

Westdeutscher Rundfunk, Funkhaus, Dagobertstraße, Köln 1932

24.4.1933 Joseph Goebbels in Köln: Gleichschaltung von Regierung und Volk erreicht

24.4.1933 | Mit Marschmusik führt der Moderator in die Veranstaltung ein. Reportage vom großen Sendesaal. Alles in Braun. Bürgermeister, Gauleiter, Reichsrundfunkkommissar, Musik.
Goebbels lange Rede besteht fast zur Hälfte aus Heimatgedanken: der Rheinländer. Stählerne Romantik. Wir sind die modernsten Menschen in Europa. Er spricht von der nationalsozialistischen Tendenz im Rundfunk. Wir haben eine Gleichschaltung zwischen Regierung und Volk erreicht. Der Rhein ist unser Strom und nicht unsere Grenze.
Intendant Heinrich Glasmeier. Erinnert an den Wahlkampf in Lippe mit Goebbels. Grüßt den neuen Bürgermeister von Köln Günter Riesen, nachdem Konrad Adenauer am 13. März unter Gewaltandrohung abgesetzt worden war.

Rundfunksender Königsberg, Foto 1933

27.4.1933 Reichsrundfunk-Kommissar Gustav Krukenberg im "Widerstandsnest" Königsberg

27.4.1933 | Im Ostmarken Rundfunksender in Königsberg wurde der Direktor entlassen, wegen angeblich noch zwei Tage zuvor Nazi-kritischen ausgestrahlten Äußerungen. Um den östlichsten Sender des Reichs auf NS-Kurs zu bringen, ließ Propagandaminister Goebbels den Reichsrundfunkkommissar Gustav Krukenberg von Berlin nach Königsberg fliegen. Der Originalton beginnt mit einer Reportage von Krukenbergs Ankunft und geht dann über in Krukenbergs Rede. Er habe am Tag zuvor den Intendanten Fritz Beyse zurechtgewiesen und beurlaubt. Widerstandsnester, so Krukenberg, würden rücksichtslos ausgeräumt. Er führt zwei Interims-Männer ein, die den Sendebetrieb leiten sollen. Der Sender in Königsberg sei wegen seiner Position im Osten des Reichs sehr wichtig. Er habe wichtige außenpolitische und wehrpolitische Aufgaben. Hier könne nur jemand Intendant werden, der sich mit der nationalsozialistischen Revolution identifiziert. Krukenberg endet seine Rede mit einem dreifachen "Sieg Heil".

Propagandaplakat zum 1. Mai, dem "Tag der Nationalen Arbeit": Ein Mann hält in der rechten Hand einen Hammer, der auf einem Amboss liegt, mit der linken eine Hakenkreuzfahne (Illustration, um 1935)

29.4.1933 Goebbels-Vertrauter Wilhelm Müller-Scheld: Abrechnung mit Nazi-Gegnern

29.4.1933 | Im Südwestdeutschen Rundfunk in Frankfurt wird die Hakenkreuz-Fahne ausgerollt. Der Nationalsozialist Wilhelm Müller-Scheld, ein enger Vertrauter von Propaganda-Chef Joseph Goebbels, spricht vor Angestellten des Südwestfunks. Seine Hetzrede beginnt mit einer Abrechnung mit den "jüdischen Marxisten", die Tausende von Menschen ermordeten oder verletzten. "Wer unsere Hakenkreuzfahne angreift, der greift unsere Bewegung an. Wer die Hakenkreuzfahne antastet, der muss gnadenlos zusammengeschlagen werden."

Propagandaminister Joseph Goebbels, 1934

16.6.1933 Propagandaminister Joseph Goebbels beim Norddeutschen Rundfunk

16.6.1933 | Propagandaminister Joseph Goebbels spricht im Funkhaus des Norddeutschen Rundfunks. Geistige Brücke zur Regierung und zum Volk schlagen. Er philosophiert über die Demokratie, über Minderheiten und Pfeilspitzen. Der Rundfunk als das modernste Medium für Massenbeeinflussung und die moderne Regierung der Nationalsozialisten. "Ausschlaggebend ist nicht, wer am Rundfunk spricht, sondern wer den Rundfunk hört." "Je stärker man auftritt, umso weniger wirkt es." Will lieber alte Nationalsozialisten im Radio sehen, statt einem, der aus Opportunismus der Partei beitritt. Eine "Kulturhyäne".

Joseph Goebbels bei der Eröffnung der Rundfunkausstellung 1934 auf dem Messegelände in Berlin

18.8.1933 Joseph Goebbels über den nationalsozialistischen Rundfunk

18.8.1933 | Propagandaminister Joseph Goebbels spricht anlässlich der Rundfunkausstellung in Berlin über den nationalsozialistischen Rundfunk. Was die Presse für das 19. Jahrhundert war , wird der Rundfunk für das 20. Jahrhundert sein.
Im Bild: Joseph Goebbels bei der Eröffnung der Rundfunkausstellung 1934 auf dem Messegelände in Berlin

Eröffnung der "Großen Deutschen Funkausstellung" am Kaiserdamm in Berlin. V.l.n.r.: Eugen Hadamovsky, Horst Dreßler-Andreß, Joseph Goebbels und Julius Lippert

23.10.1933 Propaganda-Abteilungsleiter Horst Dreßler-Andreß: Rundfunk als Waffe

23.10.1933 | Es spricht der Leiter der Abteilung Rundfunk im Propagandaministerium, Horst Dreßler-Andreß. Man fühle sich aufs innigste mit dem Reichskanzler Adolf Hitler verbunden. Seine Entschlüsse sind unfehlbar. Der deutsche Rundfunk ist daran wesentlich beteiligt. Übertragung nationaler Ereignisse gab es schon, aber neue Aufgaben muss der Rundfunk noch erfüllen. Das deutsche Volk muss erkennen, dass der Rundfunk eine Waffe ist. Wir machen aus dem Rundfunk, was wir wollen. Jeder einzelne Volksgenosse muss Rundfunkteilnehmer. Jeder Haushalt muss angeschlossen werden. Die Worte von Reichsminister Dr. Goebbels müssen zur Wahrheit werden. Der Volksempfänger ist der Wegbereiter zur Weltmacht.

Rundfunkleiter Eugen Hadamovsky 1933 bei einem Vortrag vor versammelten Rundfunkpersonal im Rundfunkhaus in Berlin

14.11.1933 Reichssendeleiter Eugen Hadamovsky beschwört "Einmütigkeit" des Rundfunks

14.11.1933 | Der Reichssendeleiter Eugen Hadamovsky spricht zu Rundfunkmitarbeitern in allen Sendeanstalten des Reichs. Er erwähnt eine geglückte Übertragung der Rede Hitlers vor 4 Tagen und leitet daraus eine "nie gesehene Einmütigkeit" ab. Man konnte erstmals in der Geschichte des Rundfunks einen Wahlkampf führen. Im letzten Monat seien 140 Reden über alle deutschen Sender verbreitet worden, quer über den Tag ins Programm eingestreut. Die NSDAP war die einzige Partei, die am 12. November zur Reichstagswahl antrat und bekam über 90 Prozent der Stimmen. Hadamovsky sieht ein deutsches Jahrhundert kommen. Wir wollen, dass vom Bodensee bis Königsberg nur der Reichsdeutsche Gedanke das Bild des deutschen Rundfunks beherrscht. Die Aufnahme endet mit dem Horst-Wessel-Lied.

Staatstheater Stuttgart, Postkarte aus den 1930er-Jahren

24.11.1933 Württembergs Ministerpräsident Mergenthaler über den Rundfunk

24.11.1933 | Der württembergische Ministerpräsident Christian Mergenthaler spricht im Stuttgarter Staatstheater über die Kultur im Rundfunk. Heinrich Hertz und "die wunderbaren Gebilde der elektrischen Wellen". Elektronen füllen uns mit Andacht. Wenn die Stimme des Führers zu einem 60-Millionen-Volk spricht. Gibt außer Buchdruckkunst-Erfindung nichts Größeres als diese Übertragung der Rede. Technik ist nicht kulturfeindlich. Schwäbische Stämme gehen in die Tiefe. Soldatische Auffassung. Kulturelle Schöpfungen des Schwabenlandes. Kepler, Hölderlin, Schiller. Trotz unserer Liebe zu Schwaben gibt es für uns nur ein Vaterland: Deutschland.

Im "Sender- und Funktechnikmuseum" Königs Wusterhausen bei Berlin zeigt Projektleiter Wolf-Dieter Säuberlich einen 100-KW-Mittelwellensender. Der 1932 erbaute Sender strahlte am 13. Mai 1945 von Berlin-Tegel die ersten deutschsprachigen Informationen nach der Kapitulation für die Berliner Bevölkerung aus.

20.12.1933 Reichssendeleiter Hadamovsky eröffnet den Großsender Berlin

20.12.1933 | Der Reichssendeleiter Eugen Hadamovsky eröffnet den Großsender Berlin. München, Stuttgart und Berlin haben jetzt eine Sendeleistung von jeweils 100 kW. Im nächsten Jahr werden die kleinen Sender ausgebaut, "zur Pflege der bodenständigen Eigenart, welche die Grundlage der deutschen Kultur überhaupt bildet".

Heinrich George (rechts) und der Intendant der "Berliner Funkstunde", Friedrich Arenhövel, 1933 bei einer Probe des Hörspiels "Werkmeister Ohle"pi

19.9.1933 Amtseinführung von Rundfunk-Intendant Friedrich Arenhövel

19.9.1933 | Die offizielle Amtseinführung von Friedrich Arenhövel durch den Reichssendeleiter Eugen Hadamovsky. Arenhövel wird Intendant der Berliner Funk-Stunde, des ältesten deutschen Senders. Reine Tonkunst ist etwas anderes als ein Drama auf einer Bühne. Das "individuelle Ich" kann keinen guten Rundfunk machen. Anschließend spricht Horst Dreßler-Andreß vom Propagandaministerium. Der Rundfunk überdeckt Raum. "Was dem Nationalsozialismus feindlich begegnet, muss ausgerottet werden, mit Stumpf und Stiel". Der Sendeleiter Heinz Kyschky beschließt die Veranstaltung mit "Sieg heil".
Im Bild: Friedrich Arenhövel und der Schauspieler Heinrich George 1933 bei einer Probe

Zwei Frauen hören in den 1930ern mit Kopfhörer Radio und sticken: 1923 begann der reguläre Rundfunkbetrieb in Deutschland – maßgeblich vorangetrieben vom weitgereisten Ingenieur und Ministerialdirektor Hans Bredow

Archivradio-Gespräch | 100 Jahre Radio Der Weg zum Rundfunk – Von der ältesten Tonaufnahme bis zur ersten Sendung

1923 startete der Rundfunk in Deutschland. Was musste dafür alles geschehen? Eine frühe Geschichte der Klangverarbeitung in Tondokumenten.

SWR2 Wissen SWR2

Adolf Hitler vor einem Radio-Mikrofon. Digital kolorierte Aufnahme aus dem Jahr 1933.

Archivradio Radio im Zweiten Weltkrieg

Das Radio in der NS-Zeit war Propaganda – aber vor allem war es Unterhaltung. Goebbels wollte, dass die Menschen den Reichsrundfunk hören und nicht die Feindsender.

Archivradio SWR Kultur

Erstmals publiziert am
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Gespräch mit
Maximilian Schönherr
Das Gespräch führte
Lukas Meyer-Blankenburg
Lukas Meyer-Blankenburg