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Carl Goerdeler – Strippenzieher im Widerstand gegen Hitler

Stefan Nölke im Gespräch mit dem Historiker Peter Theiner

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"Die SA will, dass ich das Mendelssohn-Denkmal entferne. Aber wenn sie es je anfasst, mache ich hier Schluss", erklärt der Leipziger Oberbürgermeister Carl Goerdeler, wenige Wochen bevor die Nazis in einer Nacht- und Nebelaktion das Denkmal des berühmten jüdisch-stämmigen Kapellmeisters und Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy entfernen.

Goerdeler tritt, wie angekündigt, zurück und geht in den Widerstand gegen das Nazi-Regime. Auch am versuchten Staatsstreich im Juli 1944 ist er beteiligt – und bezahlt dafür mit dem Leben.

"Er war der Motor des zivilen Widerstandes", sagt der Stuttgarter Historiker Peter Theiner.

Das ganze Gespräch gibt es auch im Podcast "Archivradio - Geschichte im Original".

MDR 2025

Der Münchner Bürgerbräukeller nach der Explosion: Am 8. November 1939 verübte der Widerstandskämpfer Georg Elser im Münchner Bürgerbräukeller einen Bomben-Anschlag auf Adolf Hitler. Der hatte die Veranstaltung jedoch früher verlassen als erwartet, sodass er dem Anschlag entkam.

9.11.1939 Reportage nach Georg Elsers Hitler-Attentat

9.11.1939 | Jedes Jahr am Vorabend des 9. November pflegte Adolf Hitler eine Rede im Münchner Bürgerbräukeller zu halten – dem Ort, wo 1923 sein gescheiterter Putsch seinen Ausgang nahm.
1939 geht der Schreiner und Widerstandskämpfer Georg Elser davon aus, dass Hitler dort auch in diesem Jahr wieder auftreten würde. Ein Jahr zuvor hatten in Deutschland die Synagogen gebrannt, im September ließ Hitler Polen überfallen. Georg Elser will Hitler stoppen – und dessen traditionelle Rede im Bürgerbräukeller für einen Anschlag nutzen.
In wochenlanger Vorbereitung lässt er sich nachts in der Gaststätte einschließen, höhlt eine Säule aus, platziert dort eine Bombe mit Zeitzünder. Doch sein Plan scheitert. Hitler kommt zwar, doch wegen des Kriegsgeschehens will er abends früh wieder nach Berlin abreisen, die Rede wird deshalb etwas vorverlegt. Hitler beendet sie um kurz nach 21 Uhr. Als die Bombe am 8. November 1939 um 21:20 Uhr explodiert und acht Menschen tötet, hat Hitler das Gebäude bereits verlassen.
Am Tag darauf, am 9. November 1939, sendet der Rundfunk diese Reportage.

Der deutsche Offizier und spätere Widerstandskämpfer Claus Schenk Graf von Stauffenberg in einer Aufnahme aus den frühen 1930ern. Am 20. Juli 1944 brachte er im Führerhauptquartier "Wolfsschanze" eine Sprengladung zur Explosion, die Hitler beseitigen sollte. Nach 1945 wurde seine Tat zunächst totgeschwiegen, dann folgten fast kultische Verehrung und Ablehnung gleichermaßen.

Porträt Hitler-Attentäter Stauffenberg – Wie die Widerstands-Ikone polarisiert

Am 20. Juli 1944 brachte der Wehrmachtsoffizier Stauffenberg im Führerhauptquartier eine Sprengladung zur Explosion, die Hitler beseitigen sollte. Hitler überlebte den Anschlag und ließ Stauffenberg noch am selben Abend als Landesverräter standrechtlich erschießen. Inzwischen gilt Stauffenberg als Sinnbild des deutschen Widerstands gegen den Nationalsozialismus.

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Erstmals publiziert am
Stand
Gespräch mit
Peter Theiner | Historiker
Das Gespräch führte
Stefan Nölke | MDR