Öffentliche Obduktion vor Publikum in Londoner Art Gallery
500 Menschen dürfen zusehen, wie der deutscher Anatom Gunther von Hagens (1945 - 2026) in der Londoner Art Gallery am 20. November 2002 eine Leiche seziert. Erst öffnet er den Schädel, dann den Brustkorb und schließlich legte er die inneren Organe des Toten frei. Der Mann war Kettenraucher und Alkoholiker und ist mit 72 Jahren gestorben.
Britische Regierung erklärt Aktion für illegal – dennoch Übertragung im TV
Die anatomische Sektion wurde kurz vor Mitternacht auch von Channel 4 im Fernsehen ausgestrahlt – und das, obwohl die britische Regierung die Aktion zuvor für illegal erklärt hatte.
Es ist nicht das erste Mal, dass Gunter von Hagens sich mit Leichen ins Rampenlicht begibt. 1995 hat er schon mit seiner Wanderausstellung "Körperwelten" für Aufsehen und für Proteste gesorgt. Darin hat er sezierte tote menschliche Körper plastiniert und teilweise in kunstvollen Posen zur Schau gestellt.
Nun also die öffentliche Autopsie in London. Bevor wir hören, wie sie am Abend ablief, zunächst der Bericht vom Nachmittag, als das Spektakel noch auf der Kippe stand.
Sein Plastinations-Verfahren wurde zum Welterfolg Heidelberger "Körperwelten"-Gründer Gunther von Hagens gestorben
Der Mediziner Gunther von Hagens ist am Freitag gestorben. Er erfand in den 70er Jahren ein Verfahren zum Konservieren von Leichen. Mit der Ausstellung "Körperwelten" wurde er berühmt.
Anatomie Körperspenden – Nach dem Tod der Wissenschaft dienen
Heute sind Körperspenden freiwillig, die anatomischen Institute haben ethische Regeln, wie Studierende und Mitarbeiter mit ihnen umgehen. Einige Präparate stammen aus der NS-Zeit.
Rechtsmedizin Mangelhafte Leichenschau – Wie mehr Morde erkannt werden könnten (2/2)
Ärztinnen und Ärzte sind oft schlecht ausgebildet und übersehen immer wieder Verletzungen. Die Folgen: unerkannte Vergiftungen, übersehene Morden, Fehler bei Versicherungsfällen.
Obduktion
10.5.1976 Neue Erkenntnisse nach dem Tod von Ulrike Meinhof
10.5.1976 | Einen Tag nach dem Tod von Ulrike Meinhof gibt es Streit über die Obduktion und die Informationspolitik der Justizbehörde. In Frankfurt finden gewalttätige Sympathiekundgebungen statt. | RAF
19.10.1977 Obduktion der RAF-Terroristen Baader, Ensslin und Raspe
19.10.1977 | Obduktion der von Baader, Ensslin und Raspe in Tübingen. Der Reporter spricht von Nachrichtensperre. Pfarrer Ensslin fordert, den Leichnam seiner Tochter nach Bad Cannstatt zu überführen. | RAF