Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat im vergangenen Jahr so viele Beschwerden und Hinweise entgegengenommen wie noch nie: Insgesamt rund 25.500, das waren gut 20 Prozent mehr als im Jahr 2024. In mehr als der Hälfte der Fälle ging es um Online-Einkäufe und digitale Dienste.
Künstliche Intelligenz statt Kundenservice
Zwar hätten laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz viele Menschen zunächst versucht, ihre Anliegen selbst mit den betreffenden Unternehmen zu klären. Allerdings seien sie dabei oft nicht allein weitergekommen. Der Grund: Immer häufiger setzten Firmen im Kundenservice keine Menschen mehr ein, sondern nutzten eine künstliche Intelligenz, die jedoch die Probleme nicht immer löse. Viele Verbraucher wünschten sich fast die Zeit zurück, in der man einfach nur sehr lange in einer Anbieterhotline warten musste, um dann mit einem Menschen das Problem besprechen zu können, erklärt die Verbraucherzentrale.
Wir fordern, dass Anbieter für den Kundenkontakt immer auch einen Kanal zu einem menschlichen Ansprechpartner garantieren sollen, um hier die Anliegen zu bearbeiten, die mit KI nicht lösbar waren.
Probleme beim Online-Shopping
Häufige Probleme sind laut Verbraucherzentrale untergeschobene Verträge und irreführende Angebote. Auch würden sich Kunden oft über intransparente Preisänderungen beschweren und von Schwierigkeiten berichten beim Versuch, einen Vertrag zu widerrufen.
Neben der konkreten Hilfe bei Beschwerden bietet die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz auch Beratungen, Vorträge oder Internet-Seminare an. Im Jahr 2025 war das Team den Angaben zufolge insgesamt mehr als 130.000 Mal in Kontakt mit Verbraucherinnen und Verbrauchern - auch das eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr.