Die Tat geschah wohl zwischen Freitagabend und Samstagnachmittag, so die Polizei. Dass der Kopf der Skulptur fehle, sei einem Küster des Doms bei seinem Rundgang am Samstag aufgefallen, teilte das Bistum Trier mit. Wie genau und mit welchen Werkzeugen die Unbekannten den etwa faustgroßen Steinkopf von der Skulptur abtrennen konnten, sei bislang nicht geklärt.
Wert der Skulptur unersetzbar
Bei der Figur handelt es sich um eine Apostel-Skulptur, die es schon über Jahrhunderte im Dom gibt und zu einem Ensemble aus mehreren Skulpturen gehört, so Dompropst Jörg Michael Peters gegenüber dem SWR. Das Ensemble, welches auf dem Treppenaufgang zur Kanzel zu sehen ist, zeigt mehrere Apostel, die einer Rede von Jesus zuhören.
Den finanziellen Schaden, den die Diebe hinterlassen haben, lässt sich nach Angaben der Polizei und des Bistums nicht beziffern. Der Wert sei nicht einfach zu ersetzen, so Dompropst Peters. Denn es handelt sich nicht nur um einen materiellen Schaden, sondern die Figur ist auch ein historisch bedeutendes Einzelstück. In den kommenden Monaten soll versucht werden, den fehlenden Kopf durch einen Steinbildhauer ersetzen zu lassen.
Keine erhöhten Sicherheitsmaßnahmen geplant
Dass nun in Zukunft im Dom Sicherheitsscheiben oder Gitter aufgestellt würden, sei nicht der Fall, so der Dompropst. Schließlich sei der Dom kein Museum. Man schätze die Gläubigen und Touristen, die täglich den Dom besuchen.
Für viele sei der Dom auch ein Ort den Glaubens. Daran solle auch nichts geändert werden. Überwachungskameras gebe es an manchen Stellen wie der Domschatzkammer, wo Kostbarkeiten verwahrt werden. Zusätzlich würden auch Ehrenamtliche immer aufpassen, dass nichts passiere. Deshalb soll es vorerst auch bleiben, wie es ist.
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Dom blieb bislang vor Vandalismus verschont
Ein grundsätzliches Problem mit Vandalismus gebe es im Bistum Trier und auch im Dom glücklicherweise nicht, so der Dompropst. Ereignisse wie die am vergangenen Wochenende seien Einzelfälle. Die meisten Besucher seien respektvolle Gäste. Natürlich gebe es Ausnahmen und Kirchen, die wegen Diebstählen kaum noch außerhalb der Gottesdienste offen stehen. Das treffe aber nicht auf den Dom zu. Jörg Michael Peters hofft jetzt, dass die Täter zu Sinnen kommen und den gestohlenen Kopf zurückgeben.