Feuerwehr und Polizei haben am Sonntagabend mit Suchhunden, Drohnen und einem Hubschrauber nach einem vermissten Kind gesucht. Sie wurden durch viele Freiwillige unterstützt. Nach Polizeiangaben waren an der Suchaktion im 700-Einwohner-Ort Allenbach im Kreis Birkenfeld insgesamt fast 1.000 Menschen beteiligt.
Überall hatten Autos geparkt. Es war schwierig, für die Einsatzkräfte durchzukommen.
Die große Hilfsbereitschaft der Anwohner war aber auch eine Herausforderung für Polizei und Feuerwehr. "Überall hatten Autos geparkt. Für die Einsatzkräfte war es somit schwierig, durchzukommen und struktuiert nach dem Kind zu suchen", so eine Sprecherin der Polizeiinspektion Idar-Oberstein. Einige hätten auch selbstständig nach dem Mädchen gesucht, ohne sich zuvor mit den Einsatzkräften abzusprechen.
Freiwillige Helfer finden das Kind
Die große Suchaktion war erfolgreich: Freiwillige fanden gegen 22 Uhr das Mädchen unverletzt auf einem Feldweg. Dieser liegt knapp drei Kilometer vom Elternhaus entfernt. Die Polizei geht davon aus, dass das eineinhalb Jahre alte Kind die Strecke zu Fuß gelaufen ist und hier keine Straftat vorliegt. Dennoch sei das Kind vorsorglich im Krankenhaus untersucht worden.
Sie war schlapp, sie war müde und einfach nur erschöpft.
Einer der Finder, Sven Metzger, sagte im SWR-Interview, dass er sehr erleichtert gewesen sei, als er das Kind entdeckt habe. Er sei selbst vor sechs Wochen Vater geworden. Als er in den Sozialen Medien von der Sache erfahren habe, sei ihm sofort klar gewesen, dass er sich an der Suche beteiligen will. Er kann sich noch gut daran erinnern, wie das Mädchen reagiert hatte.
"Sie war schlapp, sie war müde und einfach nur erschöpft. Ich konnte sie direkt hochholen und sagen, wir fahren jetzt zu Mama und Papa. Sie war ganz friedlich, hat nicht geweint, nichts", erinnert sich Sven Metzger. Das Kind sei froh gewesen, dass es gefunden wurde.
Große Erleichterung nach Suchaktion in Allenbach
Auch die Einsatzkräfte waren eigenen Angaben nach froh, dass sie das vermisste Mädchen schnell gefunden hatten. "Wir waren sehr erleichtert, vor allem, dass wir sie gefunden haben, bevor es dunkel wurde. Die Zeit hatte uns im Nacken gesessen", so eine Polizeisprecherin weiter.
Die Eltern seien erleichtert und glücklich gewesen, als sie ihr Kind wieder in ihre Armen schließen konnten. "Das war ein sehr emotionaler Moment", sagt die Polizeisprecherin.
Mutter des Mädchens bedankt sich herzlich auf Instagram
Die Mutter des kleinen Mädchens bedankte sich später auf Instagram unter dem Post von SWR Aktuell. Userin "meikehor" schreibt dort: "Wir sagen Danke – und das reicht nicht annähernd aus. Unsere Tochter war gestern verschwunden. Drei Stunden lang wussten wir nicht, wo sie ist. Drei Stunden voller Angst, Hoffnung und absoluter Hilflosigkeit."
Über 1.000 Menschen seien dann gekommen – aus dem Ort, aus der Umgebung, von weit her – hätten gesucht, geteilt, informiert, mitgefiebert. Ohne Zögern. Ohne Fragen. Einfach, weil ein Kind fehlt. "Was hier passiert ist, ist nicht in Worte zu fassen. Danke. Von Herzen. An jede einzelne Person. Wir werden das nie vergessen."