Bei einem Mann aus Trier klingelte kürzlich das Telefon: Am anderen Ende meldete sich ein angeblicher Arzt eines Trierer Krankenhauses. Er behauptete, er arbeite dort auf der Intensivstation und behandle gerade die Enkelin des Mannes.
Betrüger: "Es geht um Leben und Tod"
Es gehe um Leben und Tod. Nur ein bestimmtes, sehr teures Medikament könne ihr Leben retten. Der Haken: Das Medikament müsse vorab in bar bezahlt werden, es gehe um mehrere zehntausend Euro. Ein Kurier könne das Geld sofort zu Hause abholen. Ohne Geld kein Medikament, ohne Medikament kein Überleben.
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Mann übergibt 10.000 Euro
Der Trierer übergab dem angeblichen Krankenhausmitarbeiter schließlich mehr als 10.000 Euro in bar - voller Sorge um seine Enkelin und in der festen Überzeugung, ihr damit das Leben zu retten.
Doch der Mann fiel auf einen perfiden Telefonbetrug herein - nach Angaben der Polizei Trier die neueste Masche der Täter. Der vermeintliche Arzt war ein Betrüger, die Enkelin lag nicht auf der Intensivstation, das Medikament existiert nicht und der Kurier steckte mit den Tätern unter einer Decke.
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Michael S. aus dem Kreis Kusel ist auf Betrüger hereingefallen und hat in Idar-Oberstein viel Geld verloren. Der Fall zeigt, warum sich niemand in Sicherheit wiegen sollte.
Ähnlich erging es einer Frau aus Hermeskeil: Auch sie besorgte mehrere zehntausend Euro, um ihre angeblich in Lebensgefahr schwebende Tochter zu retten. Zum Glück stand kurz vor der geplanten Geldübergabe die echte Tochter plötzlich vor der Haustür - und konnte so den Betrug verhindern.
Polizei warnt und gibt Tipps
Die Polizei Trier warnt eindringlich: In echten medizinischen Notfällen rufen weder Mitarbeitende noch Ärztinnen oder Ärzte eines Krankenhauses zuhause an, um sofortige Barzahlungen zu fordern. Sie gibt folgende Tipps:
- Legen Sie auf.
- Lassen Sie sich beim kleinsten Zweifel den Namen und die Fachabteilung des angeblichen Arztes oder Mitarbeiters nennen. Nehmen Sie selbst Kontakt mit dem entsprechenden Sekretariat auf. Nutzen Sie dazu nicht die Rückruffunktion.
- Übergeben Sie niemals nach einem Telefonat Bargeld an angebliche Krankenhausmitarbeitende auch nicht für vermeintlich lebensrettende Notfallmaßnahmen.