Für die meisten Spargelbauern in RLP verlief die Saison in diesem Jahr "insgesamt zufriedenstellend", so der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd. Das Wetter sei ruhig gewesen, Temperatur und Niederschläge hätten die guten Voraussetzungen für eine "hervorragende Qualität und ausreichende Erntemengen" gebracht, so ein Sprecher.
Der erste Spargel wurde dieses Jahr bereits Mitte März gestochen. Laut Verband hat danach die eigentliche Saison durch den späten Ostertermin am 20./21. April die Saison etwas verhalten begonnen. "Insgesamt passten Angebot und Nachfrage gut zusammen, so dass es eine typische Preisentwicklung gab", erklärte der Sprecher. "Die höchsten Preise zu Beginn der Saison für die noch geringen, mit hohem Aufwand erzielten Erntemengen, mit größerem Angebot dann fallende Preise und zum Ende der Saison noch einmal steigend."
Pfalzmarkt: Weniger Spargel als 2024
Bereits vor dem traditionellen Saisonende hatte die Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG in Mutterstadt Bilanz gezogen. Die Spargel-Erzeuger bei der Genossenschaft würden die Gesamt-Absatzmenge aus dem Vorjahr mit rund 832.000 Kilo vermutlich nicht mehr erreichen. Bis eine Woche vor Johannis seien über die Handelsplattform in Mutterstadt etwa 750.000 Kilo weißer und grüner Spargel vermarktet worden. Damit würden auch die 4,2 Millionen Euro Gesamtumsatz aus dem Jahr 2024 wohl nicht erreicht.
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Verbraucher wollen heimischen Spargel
Die Verbraucherinnen und Verbraucher legen dem Verband zufolge Wert auf deutsche Ware. "Knapp 80 Prozent der gekauften Menge stammt von heimischen Feldern." In den vergangenen Jahren sei die Anbaufläche für Spargel aber deutlich reduziert worden, die Zahl der Betriebe mit Spargelanbau sei zurückgegangen. Hauptgründe dafür sind laut Pfalzmarkt die steigenden Produktionskosten, vor allem durch die Anhebung des Mindestlohns. Wenn es hier künftig keine Ausnahmen für Saisonarbeitskräfte gebe, werde sich die Anbaufläche weiter verringern - und damit werde es weniger regional erzeugte Produkte geben. Auch bei anderen handarbeitsintensiven Kulturen.