Die Stimmung in Rheinland-Pfalz ist durchwachsen, könnte man sagen. Im aktuellen Rheinland-Pfalz-Trend betrachten 47 Prozent der Befragten die Lage im Land mit Sorge. 39 Prozent dagegen sind zuversichtlich. Das sind etwas mehr Zuversichtliche als im November 2023 (damals waren es 34 Prozent), als der Rheinland-Pfalz Trend diese Frage zuletzt gestellt hatte.
Welche Partei und welcher Politiker könnte Rheinland-Pfalz in eine bessere Zukunft führen? In der Umfrage von Infratest dimap wurden die Menschen auf verschiedene Weise danach befragt. Die Antworten fielen nicht eindeutig aus.
Sonntagsfrage: CDU stärkste politische Kraft in RLP
Wenn am Sonntag Landtagswahl wäre, hätte die CDU 29 Prozent der Stimmen in Aussicht. Das ist ein Prozentpunkt weniger als bei der letzten Befragung im Juni. Die SPD käme auf unverändert 23 Prozent. Die AfD kann sich im Vergleich zum Frühsommer nochmals verbessern (+2), würde mit derzeit 19 Prozent ihr Wahlergebnis von vor fünf Jahren mehr als verdoppeln (2021: 8,3 %).
Die Grünen könnten 10 Prozent der Stimmen erreichen (-1). Die Freien Wähler kämen auf unverändert 4 Prozent. Die Linke hätte 6 Prozent und könnte erstmals auf den Einzug in den Landtag hoffen. Alle übrigen Parteien kämen zusammengenommen auf 9 Prozent, darunter die aktuell mitregierende FDP sowie das BSW.
In der Sonntagsfrage konnte sich die CDU als stärkste politische Partei platzieren. Doch, wenn es um die Frage geht, wen die Menschen sich als Ministerpräsidenten wünschen, fällt die Entscheidung eindeutig für den SPD-Spitzenkandidaten aus.
SPD-Spitzenkandidat Schweitzer führt im RLP Trend
38 Prozent (-2 im Vergleich zu Juni) würden laut RLP Trend für den amtierenden Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer (SPD) stimmen, wenn sie den Ministerpräsidenten direkt wählen könnten. 19 Prozent (+2) stimmten für den CDU-Spitzenkandidaten Gordon Schnieder. Aber immerhin 43 Prozent machten gar keine Angaben und konnten sich nicht entscheiden. Die CDU genießt als Partei das Vertrauen der Wähler, doch mit ihrem Spitzenkandidaten scheint sie gegen die SPD nicht anzukommen.
Wer sollte die nächste Landesregierung führen?
Wenn es um die Frage geht, ob die CDU oder die SPD die nächste Landesregierung führen sollte, haben die Befragten keine eindeutige Vorliebe. Im RLP-Trend von Infratest dimap sprechen sich 40 Prozent für eine CDU-geführte Landesregierung aus und 37 Prozent für die SPD.
Wichtigste Probleme: Zuwanderung, Bildung und Mobilität
Und was macht den Menschen in Rheinland-Pfalz Sorgen, welche Probleme müssen dringend gelöst werden? Fragen der Zuwanderung sagen 23 Prozent (- 4 zu Januar 2024). Ebenso viele sehen in der Bildung ein wichtiges Problem (+2). 16 Prozent (+2) finden, dass die Mobilität das wichtigste Problem ist. Fragen des Umweltschutzes werden dagegen nur noch von 6 Prozent (-3) als wichtiges Problem angesehen.
Beim Thema Zuwanderung haben die meisten Menschen in Rheinland-Pfalz in CDU und AfD das größte Vertrauen. Jeweils 25 Prozent glauben, dass sie am ehesten in der Lage sind die Probleme zu lösen. Was Fragen der Bildung angeht, werden der CDU mit 26 Prozent und der SPD mit 22 Prozent die meiste Sachkompetenz zugesprochen. In der Galerie oben finden Sie Grafiken zu weiteren Problemfeldern.
Wie zufrieden sind die Menschen mit der jetzigen Landesregierung?
Durchwachsen ist die Stimmung in Rheinland-Pfalz und die Menschen haben keine klare Präferenzen, wem sie zutrauen, alles zum Besseren zu wenden. Und auch bei der Frage "Wie zufrieden sind sie mit der jetzigen Landesregierung" ist die Antwort uneindeutig. 46 Prozent sind mit der Landesregierung aus SPD, Grünen und FDP gar nicht oder wenig zufrieden. 49 Prozent sind zufrieden, beziehungsweise sehr zufrieden.