Es war eine spannende Wahl - am Ende hatte Stephanie Lohr (CDU) mit 53 Prozent die Nase vorn. Sie wolle eine Oberbürgermeisterin für alle sein, sagte sie nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses.
Auch für diejenigen, die nicht gewählt hatten. Und das waren viele: Die Wahlbeteiligung lag bei nur 38,5 Prozent. Im ersten Wahlgang hatten 44 Prozent der Stimmberechtigten gewählt.
Wahlparty in angesagter Bar in Worms
Dennoch - ihr Ergebnis feierte die gebürtige Wormserin zünftig auf ihrer Wahlparty in einer Bar in den Wormser Elefantenhöfen. Dorthin waren so viele Menschen gekommen, dass es fast kein Durchkommen gab.
Alle wollten sie der ersten Wormser Oberbürgermeisterin gratulieren, auch Alt-Oberbürgermeister Kissel von der SPD.
Sozialdemokrat Timo Horst als fairer Verlierer der Wahl
Timo Horst (SPD), der bei der Stichwahl 47 Prozent der Stimmen holte, gab sich als fairer Verlierer. Bereits kurz nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses gaben er und Stephanie Lohr sich die Hand und umarmten sich. Er wolle dennoch feiern, sagte er dem SWR, weil er ein gutes Ergebnis erzielt habe.
Dennoch ist es für die SPD eine Enttäuschung: Jahrzehntelang hatte sie in der Nibelungen-Stadt die Oberbürgermeister gestellt und nun ist mit Stephanie Lohr das Amt zum zweiten Mal in Folge in der Hand der CDU.
Viel Arbeit und wenig Budget für die neue Oberbürgermeisterin
Die künftige Wormser Oberbürgermeisterin Stephanie Lohr betonte ausdrücklich, sie wolle die Stadt in die Zukunft bringen und erfolgreich machen. Sie wolle dafür werben, dass sich dort mehr Unternehmen ansiedeln und den Tourismus ankurbeln. Worms ist wie viele andere Städte auch hoch verschuldet, Tendenz steigend.
Und weil die Ausgaben nicht weniger werden, will sie versuchen, mehr Einnahmen zu generieren. Politische Erfahrung hat sie jedenfalls genug: Sie ist seit etwa fünf Jahren Bürgermeisterin und unter anderem für den Bereich öffentliche Sicherheit zuständig. Zuvor war sie Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags.