Zumindest die Anträge für die Briefwahl lassen auf eine höhere Wahlbeteiligung bei der Stichwahl hoffen. Etwa Tausend Menschen mehr als beim ersten Wahlgang haben die Unterlagen angefordert. Die Wahlbeteiligung lag vor zwei Wochen bei 44 Prozent und damit in etwa auf dem Niveau der vorigen OB-Wahl.
Dazu sagte der aktuelle Oberbürgermeister Kessel (CDU): "Bei vier Kandidatinnen und Kandidaten ist relativ klar absehbar, dass es zu einer Stichwahl kommen wird. Für manche Wahlberechtigte mag deshalb erst der zweite Wahlgang die eigentliche Entscheidung sein."
Das Ergebnis des ersten Wahlgangs in Worms war knapp: Stephanie Lohr (CDU) holte 44,1 Prozent der Stimmen, Timo Horst (SPD) lag bei 40,5 Prozent. Am Ende holte Lohr ziemlich genau 1.000 Stimmen mehr.
Lohr und Horst sind mit ihren Ergebnissen zufrieden
Stephanie Lohr sagte nach der Wahl: "Ich habe gewusst, dass es knapp werden würde. Umso schöner ist es, dass das Ergebnis am Ende so ausgefallen ist, wie es ist." Auch Timo Horst sagte, er sei zufrieden mit dem Ergebnis in Zeiten, "in denen die Bundes-SPD bei 13 Prozent steht."
Stichwahl entscheidet
Damit treten die beiden am Sonntag in der Stichwahl noch einmal gegeneinander an. Die spannende Frage dürfte lauten: Wer schafft es besser, jene Stimmen auf sich zu ziehen, die im ersten Wahlgang an die unterlegenen Kandidaten von AfD und FDP gegangen sind? Zur Wahl in Worms sind 61.000 Menschen aufgerufen.