Ein lockeres Sonntagmorgen-Happening – so bezeichnet der wissenschaftliche Leiter des Botanischen Gartens in Mainz, Ralf Omlor, die Führungen, die an diesem Sonntag wieder anfangen. Die Teilnehmer kommen spontan vorbei, teilweise kennt man sich schon, dann geht es los.
Zauber-, Gift- und Gruselpflanzen im Botanischen Garten in Mainz
Jeden Sonntag gibt es ein anderes Thema. Auf dem Programm stehen in diesem Jahr unter anderem außergewöhnliche Pflanzendüfte, Pflanzen in der keltischen Mythologie, Zauber-, Gift- und Gruselpflanzen, Sommerblumen und der sogenannte Taschentuchbaum.
Taschentuchbaum ist selten in Deutschland
Letzterer blüht meist Anfang Mai und sei ein ungewöhnlicher Baum aus China, sagt Omlor. Er hat große, weiße, hängende Blütenblätter, die wie lauter weiße Taschentücher aussehen. Diese Baumart habe sich nur in Botanischen Gärten und Spezialsammlungen durchgesetzt.
Wenn er in voller Blüte ist, sieht es aus, als sei er behängt mit weißen Taschentüchern.
Im 19. Jahrhundert habe eine englische Großgärtnerei extra einen Fachmann nach China geschickt, um den Baum nach Europa zu holen. Diese Aufgabe kostete den Fachmann drei Jahre. Die Führung am 3. Mai geht unter anderem auf diese Reise ein.
Blick in einen neuen Teil des Botanischen Gartens in Mainz
Ein weiteres Thema nennt sich "Überleben im Trockenen". Das steht am 26. April auf dem Progamm und bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, einen neuen Teil des Botanischen Gartens kennenzulernen.
Denn laut Ralf Omlor gibt es seit dem vergangenen Jahr zwei neue Gewächshäuser mit großen Kakteen und vielen neuen Pflanzen.
Teilnahme an Führungen ohne Anmeldung möglich
Die Sonntagsführungen werden bis Oktober angeboten und beginnen jeweils um 11 Uhr. Treffpunkt ist am Botanischen Garten im Anselm-Franz-von-Bentzel-Weg 9b. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahmegebühr kostet 5 Euro.
Das komplette Programm gibt es auf der Website des Botanischen Gartens.