Jeden Sonntag ein anderes Thema

Botanischer Garten Mainz: Auf den Spuren des Taschentuchbaums

Im Botanischen Garten in Mainz beginnen die Sonntagsführungen. Naturfreunde erfahren dabei spannende Hintergründe zu heimischen und exotischen Pflanzen.

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Von Autor/in Andreas Neubrech

Ein lockeres Sonntagmorgen-Happening – so bezeichnet der wissenschaftliche Leiter des Botanischen Gartens in Mainz, Ralf Omlor, die Führungen, die an diesem Sonntag wieder anfangen. Die Teilnehmer kommen spontan vorbei, teilweise kennt man sich schon, dann geht es los.

Zauber-, Gift- und Gruselpflanzen im Botanischen Garten in Mainz

Jeden Sonntag gibt es ein anderes Thema. Auf dem Programm stehen in diesem Jahr unter anderem außergewöhnliche Pflanzendüfte, Pflanzen in der keltischen Mythologie, Zauber-, Gift- und Gruselpflanzen, Sommerblumen und der sogenannte Taschentuchbaum.

Der Chinesische Blauregen ist eine der giftigen Pflanzen, die es bei den Führungen im Botanischen Garten zu sehen gibt.
Der Chinesische Blauregen ist eine der giftigen Pflanzen, die es bei den Führungen im Botanischen Garten zu sehen gibt. R. Omlor, Botanischer Garten Mainz

Taschentuchbaum ist selten in Deutschland

Letzterer blüht meist Anfang Mai und sei ein ungewöhnlicher Baum aus China, sagt Omlor. Er hat große, weiße, hängende Blütenblätter, die wie lauter weiße Taschentücher aussehen. Diese Baumart habe sich nur in Botanischen Gärten und Spezialsammlungen durchgesetzt.

Wenn er in voller Blüte ist, sieht es aus, als sei er behängt mit weißen Taschentüchern.

Im 19. Jahrhundert habe eine englische Großgärtnerei extra einen Fachmann nach China geschickt, um den Baum nach Europa zu holen. Diese Aufgabe kostete den Fachmann drei Jahre. Die Führung am 3. Mai geht unter anderem auf diese Reise ein.

Der Taschentuchbaum kommt ursprünglich aus China. Wenn er Angang Mai blüht, sieht es aus, als würde er voller Taschentücher hängen.
Der Taschentuchbaum kommt ursprünglich aus China. Wenn er Angang Mai blüht, sieht es aus, als würde er voller Taschentücher hängen. R. Omlor, Botanischer Garten Mainz

Blick in einen neuen Teil des Botanischen Gartens in Mainz

Ein weiteres Thema nennt sich "Überleben im Trockenen". Das steht am 26. April auf dem Progamm und bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, einen neuen Teil des Botanischen Gartens kennenzulernen.

Denn laut Ralf Omlor gibt es seit dem vergangenen Jahr zwei neue Gewächshäuser mit großen Kakteen und vielen neuen Pflanzen.

Eines der neuen Gewächshäuser mit Kakteen im Botanischen Garten Mainz.
Eines der neuen Gewächshäuser mit Kakteen im Botanischen Garten Mainz. R. Omlor, Botanischer Garten Mainz

Teilnahme an Führungen ohne Anmeldung möglich

Die Sonntagsführungen werden bis Oktober angeboten und beginnen jeweils um 11 Uhr. Treffpunkt ist am Botanischen Garten im Anselm-Franz-von-Bentzel-Weg 9b. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahmegebühr kostet 5 Euro.

Das komplette Programm gibt es auf der Website des Botanischen Gartens.

Der Japanische Palmfarn mit länglich geformten Laubblättern im Botanischen Garten Mainz.
Auch den Japanischen Palmfarn mit seinen länglich geformten Laubblättern kann man im Botanischen Garten Mainz bewundern. R. Omlor, Botanischer Garten Mainz
Mainz

Neue Gewächshäuser werden bepflanzt Vier Meter hoch: Riesenkaktus für den Botanischen Garten in Mainz

Der Kaktus "Pachycereus pringlei" wächst normalerweise in Mexiko und kann 12 Meter hoch werden. Ein gut vier Meter hohes Exemplar steht es jetzt im Botanischen Garten in Mainz.

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Andreas Neubrech
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