Gegen 15:30 Uhr war die Mainzer Polizei zu einer Wohnung in der Hauptstraße in Mainz-Mombach gerufen worden. Wie die Polizei mitteilt, war dort der Streit zwischen dem 57-Jährigen und der Mutter des gemeinsamen Kindes eskaliert.
SEK holte Mann aus der Wohnung
Wie die Polizei auf SWR-Nachfrage bestätigte, bedrohte der Mann Mutter und Kind mit einem Messer. Spezialeinsatzkräfte (SEK) der Polizei mussten den 57-Jährigen aus der Wohnung holen. Dabei wurde der Mann leicht verletzt.
Die Polizei nahm ihn schließlich fest. Laut der Ermittler hatte er sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden. Der 57-Jährige sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
57-Jähriger einschlägig vorbestraft
Nach SWR-Informationen ist der Mann wegen versuchter Nötigung und Bedrohung vorbestraft. Er war vom Mainzer Amtsgericht im Dezember vergangenen Jahres zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten verurteilt worden.
"Ich schneide das Kind aus dir heraus" Mann aus Mainz bedroht schwangere Freundin mit Messer - Bewährungsstrafe
Vor dem Mainzer Amtsgericht muss sich ein 56-jähriger Mann wegen Freiheitsberaubung und Bedrohung verantworten. Das Opfer war laut Anklage seine schwangere Lebensgefährtin.
Damals hatte er seine schwangere Freundin mit einem Messer bedroht. Der heute 57-Jährige hatte zugegeben, während eines Streits der Frau das Messer an den Hals und den Bauch gehalten zu haben.
Die Polizei hat auf SWR-Anfrage zudem bestätigt, dass der Mann die Ermittler schon lange wegen zahlreicher Delikte wie Diebstahl und Schwarzfahren beschäftigt.
Mann drohte von Mombacher Hochbrücke zu springen
Erst Mitte Februar hatte der 57-Jährige nach SWR-Informationen für einen Großeinsatz an der Hochbrücke in Mainz-Mombach gesorgt. Er drohte, von der Brücke zu springen und sich das Leben zu nehmen.
Hubschrauber war im Einsatz Polizeieinsatz: Mann von Hochbrücke in Mainz gerettet
Eine akute Einsatzlage hat für Verkehrseinschränkungen rund um die Hochbrücke in Mainz-Mombach gesorgt. Eine Gefahr für Anwohner bestand laut Polizei nicht.
Wie die Polizei auf SWR-Anfrage bestätigt, handelte es sich damals auch um innerfamiliäre Konflikte.