Ab 19. August in der Mediathek

Neue SWR-Staffel "Nachtstreife" aus Mainz: Rahman und Lena erstmals dabei

Polizei-Alltag aus nächster Nähe: Die Staffel 7 der SWR-Doku "Nachtstreife" aus Mainz geht an den Start. Für die Beamten Lena Enzweiler und Said Rahman Nasheed war es eine Premiere. Sie erzählen, wie sie die Dreharbeiten erlebt haben.

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Stand

Von Autor/in Ilona Hartmann

Lena Enzweiler und Said Rahman Nasheed, beide 30 Jahre alt, lieben ihren Beruf - das merkt man sofort, wenn man mit ihnen spricht.

Polizei war für beide immer Traumberuf

Lena wusste schon als Kind, dass sie einmal Polizistin werden will und schaffte den Einstieg auf Anhieb. Auch für Rahman war Polizist immer der Traumberuf, bei seiner ersten Bewerbung klappte es aber nicht.

Also machte der gebürtige Afghane nach der Schule erstmal eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann. Aber als er dann im Supermarkt bei einem Polizeieinsatz live dabei war und als Zeuge befragt wurde, wusste er: Das ist es eigentlich, was ich machen will. Noch in der Nacht bewarb er sich zum zweiten Mal - diesmal erfolgreich.

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Aus Polizei-Kollegen sind Freunde geworden

Seit gut einem Jahr fahren die beiden zusammen auf Streife und wissen genau, was sie am anderen haben. "Lena ist super zuverlässig, höchstprofessionell und warmherzig", beschreibt Rahman seine Kollegin. Als er neu in die Schicht gekommen sei, habe sie ihn sofort ganz offen aufgenommen.

Auch Lena schätzt an Rahman seine absolute Zuverlässigkeit: "Ihm kann ich wirklich blind vertrauen, egal ob dienstlich oder privat", sagt sie. Außerdem sorge er sich sehr um die anderen: "Rahman will immer, dass es allen gut geht."

Said Rahman Nasheed und Lena Enzweiler - die beiden Mainzer Polizisten sind zum ersten Mal bei der "Nachtstreife" dabei.
Said Rahman Nasheed und Lena Enzweiler - die beiden Mainzer Polizisten sind zum ersten Mal bei der "Nachtstreife" dabei. Ilona Hartmann

Anfrage für "Nachtstreife"-Dreh in Mainz sofort akzeptiert

Als die Anfrage kam, ob sie bei der SWR-Sendung "Nachstreife" mitmachen wollen, haben beide nicht lange gezögert. Sofort gefiel ihnen der Gedanke, auf diese Weise den Zuschauerinnen und Zuschauern ihren tollen Beruf näher zu bringen.

Man muss sich halt schon bewusst machen, dass man dann immer im Fokus steht und die Öffentlichkeit einen dann kennt.

Ein bisschen gewöhnungsbedürftig sei der Gedanke natürlich schon gewesen, so im Licht der Öffentlichkeit zu stehen, sagt Lena, dass Fotos von einem gemacht werden und jeder einen im Fernsehen sehen kann.

Dreharbeiten für "Nachtstreife" haben großen Spaß gemacht

Aber als es dann losging mit den Dreharbeiten für die "Nachtstreife", habe sie die Kamera sofort vergessen. Und zwar so gründlich, dass sie sich sogar daran erinnern musste, die Bodycam auszumachen, wenn sie in der Pause mal etwas essen oder auf die Toilette gehen wollte, erzählt Lena lachend.

Für Rahman war es herausfordernd, dass immer der Ton mitläuft und alles aufgenommen wird, was er sagt: "Da war man natürlich schon ein bisschen mehr darauf bedacht, wie man etwas sagt." Und die ständigen Friseurbesuche, um immer ein gutes Bild abzugeben, seien ganz schön ins Geld gegangen, ergänzt er schmunzelnd.

Rückblickend sagen beide, dass die Dreharbeiten super viel Spaß gemacht haben. Sie würden es jederzeit wieder machen.

Polizei-Arbeit den Zuschauern verständlich erklären

Und die beiden sehen eben auch eine große Chance in dem Dreh: Zum einen wollen sie ein realistisches Bild ihrer Arbeit zeigen, zum anderen den Zuschauern klarmachen, dass sie als Polizisten nicht die Bösen sind.

Wenn wir kommen, dann wollen wir eine Situation oder ein Problem lösen. Wir sind nicht der Feind. Wir wollen helfen.

Die Menschen hätten oft ein negatives Bild von der Polizei, sagt Rahman. Das möchte er ändern. Wenn die Polizei komme, wolle sie den Leuten keinen Stress oder Ärger machen, sondern helfen, Situationen zu entschärfen und Probleme zu lösen. Und Lena ergänzt: "Wir sind auch nur Menschen. Polizist ist der Job, aber wir haben genauso unsere Familien und Freunde wie alle anderen und wollen gesund nach Hause kommen."

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Vorerst letzte Staffel "Nachtstreife" aus Mainz

Bei ihren Einsätzen in der siebten Staffel der "Nachtstreife" haben Lena und Rahman häufig mit Menschen zu tun, die psychische Probleme haben. Die Folgen zeigen belastende, dramatische Momente, aber eben auch die schönen Seiten der Polizeiarbeit wie den starken Zusammenhalt innerhalb der Teams. 

Alle sechs neuen Folgen sind ab dem 19. August in der ARD Mediathek abrufbar und werden ab Mittwoch, 2. September, wöchentlich ab 23:30 Uhr in Doppelfolgen im SWR-Fernsehen ausgestrahlt. Für Mainz ist es vorerst die letzte Staffel. Die nächste, die gerade abgedreht wurde, spielt in Ludwigshafen.

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