Im April vergangenen Jahres hatten Lebensmittelkontrolleure des Landesuntersuchungsamtes Rheinland-Pfalz dem Pizza-Lieferservice einen Besuch abgestattet. Die Zustände, die sie dort vorfanden, seien unhaltbar gewesen.
Schimmel und Dreck: Kontrolleure entdecken Mängel
Schimmelige Räume, verdreckte Pizzableche, defekte Fliesen im Arbeitsbereich - für einen Betrieb, der mit offenen Lebensmitteln arbeitet, ist das ein klarer Verstoß gegen die Hygienevorschriften. Deswegen mussten sich die beiden Geschäftsführer und ihr Küchenchef nun vor dem Mainzer Amtsgericht verantworten.
Schon verurteilt: Wiederholungstäter vor Gericht
Und das bereits zum zweiten Mal. Die drei Männer hatten schon im September 2024 vor dem Amtsgericht gestanden. Damals war das Trio wegen ähnlicher Hygieneverstöße im selben Pizza-Lieferdienst verurteilt worden - zu Geldstrafen in Höhe von mehreren Tausend Euro.
Diese Strafen scheinen allerdings nicht gefruchtet zu haben, denn nur wenige Monate danach wurden die neuen Mängel durch die Lebensmittelkontrolleure entdeckt.
Pizzeria-Betreiber erneut zu Geldstrafen verurteilt
Bei dem erneuten Prozess gaben die beiden Geschäftsführer des Pizza-Lieferdienstes gleich zu Anfang der Verhandlung alles zu und entschuldigten sich. Sie seien überfordert gewesen. Ihr Hauptbetrieb sei eine Pizzeria in Gießen. In Mainz seien sie nur alle paar Wochen und hätten sich dort auf ihren Küchenchef verlassen. Der hatte vor Gericht zu den Vorwürfen geschwiegen.
Alle drei Angeklagten kamen auch diesmal wieder mit Geldstrafen davon. Das Gericht bewertete die Geständnisse und die Entschuldigungen der Hauptangeklagten als strafmildernd.
Bilanz des Rhein-Neckar-Kreises Das entdecken Lebensmittelkontrolleure bei ihrer Arbeit
Vom Marktstand bis zum Industriebetrieb: Alle die mit Lebensmitteln handeln, werden überwacht. Dabei werden oft kleine Hygienemängel entdeckt - und einige ernste Regelverstöße.
Pizza-Lieferdienst geschlossen
Die Pizzeria in Mainz war wenige Wochen nach dem Kontrollbesuch im April geschlossen worden. Einer der Angeklagten erklärte vor Gericht, die Kontrolle sei "der letzte Schubser" gewesen, um das Geschäft endgültig abzumelden. Die Pizzeria in Gießen betreiben die Verurteilten aber weiterhin.