Krankenhaus vor dem Aus?

Politik entscheidet über Zukunft des Heilig-Geist-Hospitals in Bingen

In dieser Woche entscheidet sich die Zukunft des Heilig-Geist-Hospitals in Bingen. Als erstes stand am Dienstag ein Gespräch im Gesundheitsministerium in Mainz auf dem Programm.

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Von Autor/in Markus Volland, Andreas Neubrech

Das Heilig-Geist-Hospital in Bingen ist insolvent. Es benötigt dringend finanzielle Unterstützung. Der Binger Oberbürgermeister Thomas Feser (CDU) hofft deshalb auf eine Finanzspritze von der Landesregierung in Mainz. Die habe Ministerpräsident Schnieder (ebenfalls CDU) im Wahlkampf angekündigt, jetzt müsse er auch liefern, so Feser in einem Gespräch mit dem SWR.

Am Dienstagnachmittag gab es das Gespräch im Gesundheitsministerium. Die Beteiligten wollten sich zum Inhalt vorerst nicht äußern.

Feser: "Bingen braucht eine ärztliche Versorgung vor Ort"

Ob und wie das Binger Krankenhaus weiterbestehen kann, ist derzeit noch unklar. Das mehrgeschossige Haus in der Innenstadt müsse modernisiert werden, heißt es. Das habe er aber auch schon anders gehört, sagt der Binger Oberbürgermeister Thomas Feser in einem Gespräch mit dem SWR.

Da müsse man dann mal genauer hinschauen. Sicher sei aber, so Feser, Bingen brauche eine ärztliche Versorgung vor Ort. Wie die dann aussehe, müsse diskutiert werden und dafür brauche man Zeit.

Gemeinsame Sondersitzung Binger Stadtrat und Kreistag Mainz-Bingen

Diese Zeit will sich Feser in einer gemeinsamen Sitzung des Binger Stadtrates und des Kreistages Mainz-Bingen holen. Beide Gremien kommen am Mittwochabend zusammen. Dabei soll entschieden werden, ob das Binger Krankenhaus ein letztes Mal Geld von Stadt und Kreis bekommt.

Damit könnte der Betrieb des Heilig-Geist-Hospitals bis Ende des Jahres gesichert werden. Genug Zeit, so Feser, eine für alle zufriedenstellende Lösung zu finden.

Fast 15 Millionen Euro sind ins Heilig-Geist-Hospital geflossen

Seit der Übernahme des Heilig-Geist-Hospitals durch Stadt und Landkreis haben die beiden Kommunen insgesamt 14,8 Millionen Euro in das Krankenhaus investiert. Stadt und Kreis hatten sich darauf verständigt, bis Ende kommenden Jahres maximal 16 Millionen Euro zuzuschießen. Nun ist das Geld fast weg, das Krankenhaus wieder in der Insolvenz und nur ganz wenige glauben noch an eine Rettung.

Ob und wie es weitergeht, entscheidet sich bei der Sondersitzung des Binger Stadtrates und des Kreistages Mainz-Bingen am Mittwoch. Wenn sich auch nur ein Gremium gegen eine weitere Unterstützung ausspricht, ist ein Ende des Heilig-Geist-Hospitals sehr wahrscheinlich.

Bingen
Die Notaufnahme des Heilig-Geist-Hospitals in Bingen.

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Bingen
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