In der vergangenen Woche kam die Schreckensmeldung für Beschäftigte und Patienten: Das Heilig-Geist-Hospital in Bingen hat Insolvenz angemeldet. Jetzt versucht Insolvenzverwalter Jens Lieser, Mut zu machen. Er glaubt daran, dass das Krankenhaus gerettet werden kann.
Um eine Lösung herbeizuführen, fährt er zweigleisig. "Wir werden mit dem Land, dem Landkreis Mainz-Bingen und der Stadt Bingen Gespräche führen", sagte er zur ersten Option. Eine Möglichkeit sei, dass dieser Verbund das Krankenhaus übernehme.
Kreis und Stadt Bingen waren bereits eingesprungen
Das Krankenhaus bliebe damit in öffentlicher Hand. Bislang waren der Landkreis Mainz-Bingen und die Stadt Bingen Träger. Sie sind vor zwei Jahren eingesprungen, um zu verhindern, dass das Krankenhaus schließen muss. Da steckte es schon einmal in der Insolvenz.
Sowohl Landkreis als auch Stadt sahen sich jetzt allerdings nicht mehr in der Lage, weiter Geld in das Krankenhaus zu investieren.
Möglicher Investor hat Interesse an dem Krankenhaus
Die zweite Option wäre, dass ein Investor das Krankenhaus übernimmt. Dazu Lieser: "Es gibt Interessenten. Da müssen wir sehen, welche Vorstellungen sie haben. Da kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht spekulieren."
Für Patienten ändert sich vorerst nichts
Im Spätsommer soll klar sein, ob und wie es für das Krankenhaus in Bingen weitergeht. Bis dahin soll sich weder für die Beschäftigten noch für die Patientinnen und Patienten etwas ändern, so Lieser.
Nach eigenen Angaben arbeiten in dem Krankenhaus etwa 300 Beschäftigte. Es gibt um die 130 Betten.