Großübung auf der A60

Feuerwehr und Rettungskräfte sperren Hechtsheimer Tunnel in Mainz

Knallgeräusche und Rauch: Im Hechtsheimer Tunnel auf der A60 wurde am Sonntag ein Unfall simuliert, damit Einsatzkräfte für den Ernstfall üben können.

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Von Autor/in Rabea Amri

Brennende Autos im Hechtsheimer Tunnel: Für Feuerwehr und Rettungskräfte kein unbekannter Einsatz - aber einer, auf den sie gerne optimal vorbereitet sein wollen. Deshalb war ab Sonntagmorgen 4 Uhr der Hechtsheimer Tunnel in Mainz für eine Großübung voll gesperrt. Der Verkehr wurde großräumig umgeleitet.

Das Rettungsszenario: Ein Unfall im Tunnel. Zwei Autos, ein Lkw und ein Transporter mit Anhänger brennen. Mehrere verletzte Personen müssen versorgt werden. "Die Übung ist gut gelaufen", sagt Feuerwehrsprecher Michael Ehresmann. Jetzt müssten die Einsatzkräfte zusammen mit der Autobahn GmbH die gewonnen Erkenntnisse auswerten.

Feuerwehr probt: Wie verhält sich Rauch im Tunnel?

Vor der eigentlichen Übung hatte die Feuerwehr schon getestet, wie sich Rauch im Hechtsheimer Tunnel verhält. Die Autobahn GmbH hatte vorab Anwohner gewarnt, dass es rund um den Tunnel auf der A60 zu Rauch und Knallgeräuschen von der dabei verwendeten Pyrotechnik kommen könne. Tatsächlich habe es einige interessierte Zaungäste gegeben, so Feuerwehr-Sprecher Ehresmann.

Tunnelübung führt nicht zu vermehrten Notrufen

Zu vermehrten Notrufen sei es aber nicht gekommen, obwohl der Rauch deutlich sichtbar aus den Tunnelröhren ausgetreten sei. Für die Feuerwehr sei es wichtig zu wissen, wohin der Rauch bei einem Brand im Tunnel abzieht.

Die Rauchausbreitung ist das Gefährlichste bei einem Brand im Tunnel.

Tatsächlich seien beide Tunnelröhren betroffen gewesen, erzählt Ehresmann. Das sei ungewöhnlich und für die Feuerwehr auch schwierig. "Normalerweise nutzen wir für die Anfahrt die Röhre, in der es weniger qualmt." Zusammen mit der Autobahn GmbH werde nun besprochen, wie der Tunnel bei einem Brand am besten belüftet werden könne. "Eventuell muss da technisch nachgesteuert werden", so Ehresmann.

Verletzte im verqualmten Tunnel finden

Auch bei der eigentlichen Unfallübung sei viel Rauch verwendet worden. Dabei hätten die Einsatzkräfte üben können, worauf es in einem verqualmten Tunnel ankomme. So habe sich einer der "Verletzten" in eine Notfallbucht geschleppt, sodass die Rettungskräfte ihn zunächst suchen mussten.

Ein verletzter Mann sitzt in einem Unfallauto. Feuerwehrmänner kümmern sich um ihn.
Rettungskräfte kümmern sich bei einer Übung im Hechtsheimer Tunnel um einen Verletzten. ByC-News



Insgesamt waren etwa 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten bei der Großübung dabei. Darunter auch fünf Schauspieler, die die Verletzten spielten. Gegen 10:30 Uhr war die Übung beendet. Nach den Aufräumarbeiten konnte der Tunnel laut Polizei eine Stunde später wieder für den Verkehr freigegeben werden.

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Rabea Amri

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