Medikamente im Spiel?

Autofahrerin verursacht in Mainz fünf Unfälle hintereinander

Schlangenlinien und fünf Unfälle in Folge: In Mainz hat eine Autofahrerin für Aufsehen gesorgt. Gegen sie wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt.

Teilen

Stand

Von Autor/in Katja Jorwitz

Frau verursacht fünf Unfälle in Mainz

Die Unfallfahrt begann laut Polizei am Montagnachmittag auf dem Mainzer Hartenberg: Dort touchierte die 45-jährige Autofahrerin beim Ausparken ein Auto, das gerade einparkte. Der Fahrer hupte, doch das störte die Frau nicht. Statt anzuhalten, setzte sie ihre Fahrt fort in Richtung Gonsenheim.

Schlangenlinien - Autofahrer nimmt Verfolgung auf

Auf dieser Fahrt fiel die Frau einem anderen Autofahrer auf, weil sie Schlangenlinien fuhr und mehrfach gegen den Gehweg fuhr. Der Mann alarmierte die Polizei und folgte der Frau bis zum Juxplatz in Gonsenheim.

Dort setzte sich die Unfallserie fort: Beim Ein- und Ausparken stieß die 45-Jährige dort gegen insgesamt vier Fahrzeuge. Daraufhin stieg sie aus und verließ die Unfallstelle.

Medikamente im Spiel? Führerschein sichergestellt

Sie kehrte jedoch zurück und wurde von der Polizei in Empfang genommen. Die Polizisten stellten fest, dass die Frau weder betrunken war, noch durch andere Drogen berauscht.

Allerdings besteht laut Polizei der Verdacht, dass die Frau unter dem Einfluss von Medikamenten stand. Um diesen Verdacht zu überprüfen, wurde der Frau eine Blutprobe entnommen und ihr Führerschein sichergestellt.

Mainz
Die Polizei wurde zu einem schweren Unfall in ein Mainzer Parkhaus gerufen.

Mehr als 110.000 Euro Schaden Waren Medikamente Schuld? Mann rast in Mainzer Parkhaus in mehrere Autos

Zuerst stieß ein 55-jähriger Autofahrer beim Herausfahren mit einem anderen Wagen zusammen. Dann beschleunigte er und prallte gegen drei weitere Autos.

SWR4 am Freitag SWR4

Polizei ermittelt und sucht Zeugen

Die Polizei hat nun Ermittlungen eingeleitet - wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und unerlaubten Entfernens vom Unfallort.

Ulm
Rettungskräfte am Unfallort in Dornstadt. In einer Blutprobe des Unfallfahrers wurde laut der Staatsanwaltschaft Ulm ein Wirkstoff eines Medikaments festgestellt.

Wirkstoff kann sich auf Fahrtüchtigkeit auswirken Blutprobe gibt Klarheit: Unfallfahrer von Dornstadt hatte Medikament im Blut

Der 67-Jährige, der Mitte Mai in Dornstadt einen Unfall mit zwei schwerverletzten Kindern verursachte, hatte laut Polizei und Staatsanwaltschaft zuvor ein Medikament eingenommen.

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Katja Jorwitz
Katja Jorwitz ist Reporterin im SWR Studio Mainz

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir Ihnen, woher wir unsere Infos haben!