"Es war auf jeden Fall eine Überraschung, dass wir so plötzlich ein gutes Angebot gefunden haben", erzählt Claudia Bläsius-Wirth. Sie ist die Vorsitzende des Vereins zur Verbindung der Kulturlandschaften Altrhein und Insel Kühkopf.
Denn für den Rhein brauche die Fähre gewisse Voraussetzungen, müsse auch wegen der Strömung leistungsstark und wendig genug sein. All das treffe auf die gebrauchte Fähre zu, freut sich Bläsius-Wirth.
Fähre kostet etwa 150.000 Euro
Etwa 150.000 Euro netto hat die Fähre gekostet, die bislang auf der Ems unterwegs war. Zwei Drittel des Kaufpreises konnte der Verein aufbringen, so Claudia Bläsius-Wirth. Der restliche Teil wurde durch einen Kredit finanziert.
Es ist eine Achterbahn oder - besser gesagt - ein Wellenbad der Gefühle.
Verein sucht Sponsoren für Fährverbindung
Neben dem Kaufpreis müssten aber auch noch jede Menge anderer Kosten gedeckt werden. So müssten beispielsweise noch einige Genehmigungen eingeholt und die NATO-Rampen in Guntersblum und dem Kühkopf gewartet und abgenommen werden. Deswegen sucht der Verein noch Sponsoren.
Außerdem werden laut Claudia Bläsius-Wirth noch Kapitäne gebraucht, die Lust haben, in den Sommermonaten die Gäste auf die jeweils andere Rheinseite zu bringen.
Fähre kann zwölf Passagiere transportieren
Zwölf Menschen und zwölf Fahrräder kann die Fähre transportieren. Ende Juli, Anfang August soll sie auf ihrem Liegeplatz im Oppenheimer Hafen ankommen.
Ab wann genau sie dann in Betrieb gehen kann, stehe allerdings noch nicht fest. Der Wunsch sei jedoch, dass die Fähre noch dieses Jahr fahren kann, sagt Claudia Bläsius-Wirth.
Happy End nach langer Zeit
Eigentlich wollte der Verein eine Elektrofähre kaufen. Dies sei letztendlich aber doch zu teuer gewesen, so der Verein. Trotzdem könnte der Kauf der gebrauchten Fähre als Happy End gesehen werden. Denn die bislang letzte Fährverbindung zwischen Guntersblum und der Insel Kühkopf wurde 2012 eingestellt.