Gegen 16 Uhr ging im Polizeipräsidium Mainz die Bombendrohung ein. Der Anrufer behauptete, es gebe eine Bombe im Bereich des Mainzer Hauptbahnhofes.
Anruf löst Sperrung und Evakuierung des Bahnhofs aus
"Wir müssen solche Drohungen ernst nehmen", sagt der Mainzer Polizeisprecher Rinaldo Roberto. Deshalb seien sofort alle Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet worden. Der Zugverkehr wurde gestoppt, das Bahnhofsgebäude wurde evakuiert und Polizisten sperrten die Straßen um den Hauptbahnhof großräumig ab.
Mainzer Polizei vermutet Fall von "Swatting"
Spezialkräfte und Spürhunde durchsuchten sofort das Bahnhofsgebäude. Parallel dazu liefen die Ermittlungen auf Hochtouren. "Wir hatten schnell den Verdacht, dass es ein Fall von Swatting ist", erklärt Polizeisprecher Rinaldo Roberto.
"Es geht den Tätern nur darum, die Einsatzkräfte zu beobachten", so Rinaldo Roberto. Die Nachrichten in den Social Media Kanälen der Polizei über die Bombendrohung würden den Kriminellen schon ausreichen.
Fall von "Swatting" Dramatischer Notruf in Mainz löst Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr aus
Alarm in Mainz-Gonsenheim: Ein Anrufer meldet Gasaustritt und eine bewusstlose Person. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst rücken aus – doch vor Ort finden sie: nichts.
Die Mainzer Polizisten fanden dann auch am Hauptbahnhof keine Bombe, so dass alle Absperrungen nach 40 Minuten wieder aufgehoben werden konnten.
Ermittlungen gegen Anrufer laufen
Die Mainzer Polizei fahndet nach dem Anrufer. Ob seine Telefonnummer wirklich existiert, muss jetzt von den Ermittlern geprüft werden. Gegen ihn wird wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ermittelt.
Bombendrohungen auch in Augsburg und Bremen
Auffällig ist laut der Polizei, dass es genau solche Bombendrohungen am Mittwochmittag auch in Augsburg und Bremen gab. In beiden Städten ging jeweils um 12.45 Uhr der Anruf ein.
Auch dort stoppten die Behörden den Zugverkehr, evakuierten die Bahnhofsgebäude und sperrten Straßen ab. Aber auch in Augsburg und Bremen wurden keine Bomben gefunden.