Der aktuellste Fall passierte am Samstagabend gegen 20 Uhr. Zwei Autos fuhren auf der Zwerchallee und wollten laut Polizei beide abbiegen. Der Unfallverursacher habe auf der linken Spur nach links abbiegen wollen, eine Autofahrerin auf der rechten Spur nach rechts.
Während des Abbiegens sei der Fahrer aber plötzlich auf die andere Spur gewechselt und habe dabei das Auto der Frau touchiert, so die Polizei. Beide Autos sind dadurch beschädigt worden.
Autofahrer filmt Unfall mit Handy
Wie die Frau der Polizei berichtet, habe sie beobachtet, dass der andere Mann den Unfall mit dem Handy gefilmt habe. Im Anschluss habe er ihr die Schuld für einen Schaden an seinem Auto gegeben. Nach Angaben der Frau habe es sich dabei aber offensichtlich um einen alten Schaden gehandelt.
"Das Filmen während eines Unfalls ist ein typisches Vorgehen, wenn Täter einen Unfall absichtlich herbei führen wollen", sagt eine Sprecherin der Polizei Mainz. "Der Grund hinter diesem Verhalten ist oft, Alt-Schäden den anderen Unfallbeteiligten zuzuschustern". Das Handyvideo diene in dem Fall als "Beweisvideo". Provozierte Unfälle seien eine Betrugsmasche, die öfter vorkommt, so die Sprecherin weiter.
Polizei: Unfall vermutlich Betrugsmasche
Auch in diesem Fall geht die Polizei davon aus, dass es sich um einen provozierten Unfall handelt. Dafür spreche, dass es im letzten Jahr eine ungewöhnlich hohe Zahl an gleichen Unfällen an gleicher Stelle mit demselben Autofahrer gegeben habe. "Das ist untypisch, weil es sich bei der Kreuzung nicht um einen Unfallhäufungspunkt handelt", so die Polizeisprecherin.
Die Polizei ermittelt nun gegen den Autofahrer wegen Verdachts auf Betrug und Gefährdung des Straßenverkehrs.