Der Fall sorgte im Mai 2025 für großes Entsetzen: Ein 86-Jähriger wird bei einem Spaziergang im Biebricher Schlosspark Opfer eines brutalen Angriffs. Ein Mann sticht 81 Mal mit einem Messer auf ihn ein. Der Rentner stirbt noch am Tatort.
Mord im Schlosspark Biebrich: Lebenslange Haft
Das Wiesbadener Landgericht hat den 60-jährigen Täter am Montag wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Angeklagte nahm das Urteil regungslos entgegen. So regungslos, wie er den ganzen Prozess über gewesen ist. Emotional wurde er laut Richterin nur, als er für sich selbst die Todesstrafe forderte.
Landgericht Wiesbaden: 86-Jähriger war Zufallsopfer
Suizidabsichten sollen auch das Motiv für die Tat gewesen sein. So hat der Täter laut Staatsanwaltschaft an jenem Morgen das Haus mit der festen Absicht verlassen, einen Menschen zu töten. Angeblich, um von der Polizei erschossen zu werden.
"Ich habe bewusst einen älteren Menschen ausgewählt, da dessen Lebenserwartung nicht mehr so hoch ist", sagte der Angeklagte vor Gericht. Der Mord war quasi als Vorspiel für seinen eigenen Tod gedacht. Als die Beamten am Tatort eintrafen, warf er aber das Messer weg und ließ sich widerstandslos festnehmen.
Um selbst getötet zu werden Mordprozess Wiesbaden - Mann soll willkürlich einen Rentner erstochen haben
Ein 86-Jähriger wurde im Mai 2025 offenbar nur zufällig Opfer eines Messerangriffs: Der mutmaßliche Täter soll einfach die Absicht gehabt haben, irgendeinen alten Menschen zu töten.
Täter bezeichnet sich selbst als "Schlosspark-Killer"
Bei ihrer Urteilsbegründung sagte die Richterin, dass im Prozess vieles unerträglich gewesen sei, unter anderem, dass sich der Täter selbst den Namen "Schlosspark-Killer" gegeben habe. "Verachtenswerter und verwerflicher geht es nicht mehr."