Der jahrelang erwartete vierspurige Ausbau der Bundesstraße 9 in Worms ist offiziell beendet - eines der größten Straßenbauprojekte der Stadt. Am Freitagmittag wurde die Mainzer Straße feierlich eröffnet, und alle Umleitungen werden aufgehoben.
Breitere Bundesstraße, neue Radwege und Bushaltestellen in Worms
Drei Jahre lang dauerte der Ausbau: Auf einer Länge von rund 660 Metern wurde die B9 auf vier Spuren verbreitert. Zusätzlich entstand entlang der Strecke ein neuer Radweg. Außerdem wurden Bushaltestellen gebaut, um auch den öffentlichen Nahverkehr besser anzubinden.
B9 in Worms: Engpass an Bahnbrücke beseitigt
Besonders aufwendig war der Neubau zweier Brücken: Eine führt über das Flüsschen Pfrimm, die andere ist eine Eisenbahnbrücke, die direkt über die B9 führt. Diese Bahnbrücke musste mit einem tausende Tonnen schweren Überbau hydraulisch unter die bestehenden Gleisanlagen geschoben werden.
Unter der neuen Bahnbrücke wurde außerdem die Straße tiefer gelegt. So können nun auch höhere Fahrzeuge dort entlangfahren. Das frühere Nadelöhr an dieser Stelle hatte zu Staus und gefährlichen Situationen geführt.
Stadt Worms erwartet mehr Sicherheit und weniger Staus
Die B9 ist eine stark befahrene Hauptverkehrsachse in Worms. Nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität (LBM) nutzen sie rund 24.500 Fahrzeuge pro Tag, darunter auch viele schwere Lkw. Die Stadt Worms hofft, dass sich mit der neuen vierspurigen Trasse die Verkehrssituation verbessert, auch für Leute, die mit dem Fahrrad oder Bus fahren.
Die Gesamtkosten für den Ausbau lagen bei rund 24 Millionen Euro. Weil Bund und Land Geld zu dem Projekt dazu gegeben haben, kamen zur feierlichen Eröffnung der ausgebauten Bundesstraße auch Politiker aus Berlin und Mainz.