Die Trauben für Sekt dürfen längst nicht so süß und reif sein, wie die Trauben für Wein. Grund: Um Sekt herzustellen, wird der Grundwein mit Zucker und Hefe versetzt und in stabile Flaschen gefüllt.
Dort durchläuft er eine weitere Gärung. Würde man normal reife Trauben verwenden, dann würde sich in der Flasche zuviel Alkohol bilden.
Winzer aus der Pfalz: Trauben für Sekt sind so grade eben reif
"Für uns Winzer, die auch Sekt anbieten, sind die Sommerferien deshalb immer ein bisschen kürzer", sagt Winzer Vincent Eymann aus Gönnheim. Von seinen 18 Hektar Rebfläche werden etwa drei Hektar für Sekt genutzt. "Wir müssen die Trauben ernten, wenn sie gerade so eben reif sind." Jürgen Oberhofer, von der Forschungsanstalt für Weinbau am Dienstleistungszentrum ländlicher Raum sagt es noch genauer: "Wein für Sekt darf höchstens 80 Grad Oechsle haben. Für normalen Wein werden 92 Grad gebraucht.
"Der Wein, den wir für Sekt verwenden, hat noch sehr viel Säure", sagt Winzer Boris Kranz aus Ilbesheim. "Die baut sich dann aber im Laufe der weiteren Gärung ab. Zum Schluss hat der Sekt etwa die Säure, die ein normaler Riesling hat."
Traubenernte für Sekt in der Pfalz besonders früh
Winzer Hansjörg Rebholz aus Siebeldingen ist mit der Ernte für Sekt bereits durch. "Das war dieses Jahr besonders früh", sagt er. Den vorangegangenen Jahrgang hat er im Juli in Flaschen gefüllt. Dort lagern sie jetzt noch mindestens dreieinhalb Jahre. Er hat aber auch Flaschen, die lässt er acht Jahre "auf der Hefe". Gesetzlich vorgeschrieben sind neun Monate. Je länger der Wein reift, umso samtigere Aromen entwickeln sich.
Sekt aus Weinjahrgang 2025 wird sehr gut
Beim Alkohol legt der Wein bei der Gärung noch etwa 1,0 bis 1,5% zu. Am Schluss hat er um die 14 Prozent. "Die Kunden wünschen sich ein eher leichtes, spritziges Getränk", sagt Rebholz. Die Winzer sind sich einig. Das Wetter hat in diesem Jahr besonders gut mitgespielt. Die Weinstöcke haben deshalb sehr gesunde Trauben hervorgebracht. Darum werden die Sekte, die aus dem Jahrgang 2025 entstehen, wahrscheinlich besser schmecken als ihre Vorgänger.