Die B10 ist wegen Tunnelarbeiten im Bereich Annweiler aktuell voll gesperrt. Es gibt allerdings eine Umleitung, die sogar relativ nahe an der B10 entlangführt. Mit den 18.000 Fahrzeugen, die laut Landebetrieb Mobilität sonst jeden Tag auf der B10 unterwegs sind, wäre sie aber definitiv überfordert. Deswegen dürfen da nicht alle langfahren, sondern nur die, die berechtigt sind: regionaler Lieferverkehr und Anwohner beispielsweise.
Polizei: Fahrer aus dem Ausland fahren oft streng nach Navi
Das weiß Google allerdings nicht, weswegen sich laut Polizei immer mal wieder Leute auf die Umleitung verirren, die dort eigentlich nichts zu suchen haben. Gerade Besucher aus dem Ausland führen oft streng nach Navi und seien im Vorbeifahren dann auch unter Umständen nicht in der Lage, die Schilder zu deuten, die auf die Besonderheiten der Umleitung hinweisen.
Die Polizei in Annweiler hat nach eigenen Angaben deswegen mit Hilfe des Landeskriminalamtes einen Kontakt zu Google hergestellt. "Da mussten wir uns zunächst einen höflichen Rüffel einholen, dass wir dort nur bezüglich strafrechtlicher Ermittlungen und Lebensgefahr vorsprechen dürfen", so Falko Grote, der Leiter der Polizei in Annweiler: "Das ist nach internationalem Recht so üblich."
Tunneltechnik wird neu gemacht Es geht los: B10-Tunnel bei Annweiler zehn Wochen lang dicht
Die Großbaustelle startet Freitagabend. Wo die Umleitung langgeht und warum die Menschen vor Ort mit mehr Lärm rechnen - hier gibt's Antworten.
Das sagt Google dazu
Dennoch hat die Anfrage aus Deutschland die richtigen Stellen erreicht. Die Frage ist nur, ob es auch was gebracht hat. Man nehme das zur Kenntnis, lautete die Antwort aus Kalifornien. Aber: Man behalte sich auch das Recht vor, Verkehrsproblematiken selbst zu bewerten. Die Polizei Annweiler nimmt das nach eigenen Angaben ihrerseits zur Kenntnis – und versuchts weiter.
Google Maps - grundsätzlich nicht verkehrt, sagt die Polizei
Grundsätzlich stehen die Beamten Diensten wie Google Maps aber positiv gegenüber: Dank der Verkehrsleitung in Echtzeit, die Google und andere anbieten, komme es seltener vor, dass sich Autofahrer komplett verfahren, so Falko Grote.