Das Kombiverkehrsterminal Ludwigshafen zählt nach BASF-Angaben zu den größten und effizientesten Straße-Schiene-Umschlagterminals in Europa. Hier werden Güter von der Schiene auf die Straße oder umgekehrt geladen. Täglich würden über den Betreiber KTL mehr als 1.000 Container und Tanks be- und entladen, für die BASF und auch externe Kunden. Vier Containerkräne seien jedoch in die Jahre gekommen.
51 Millionen vom Bund
Nachdem der Bund 51 Millionen Fördermittel für das Projekt zugesagt hat, können die vier Alten durch drei neue, moderne Containerbrücken ersetzt werden. In Zukunft sollen die neuen, längeren Brücken auch längere Züge bedienen können. Die angegebenen Gesamtkosten betragen mehr als 100 Millionen Euro.
Beim Spatenstich am Montag dabei: Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU): "Wir sind stolz auf Unternehmen wie die BASF, die für unseren Industriestandort eine ganz besondere Bedeutung haben. Und wenn wir dazu beitragen können, dass es mit der Logistik hier am Standort Ludwigshafen noch besser funktioniert, dann ist das gut investiertes Geld des Steuerzahlers."
Sicherung von Lieferketten und Umweltschutz
Mehr Gütertransporte auf die Schiene zu verlagern, ist nach BASF-Angaben ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Was Bilger bestätigt: Durch solche Terminals seien jeden Tag 17.000 Lastkraftwagen weniger auf den Straßen unterwegs. Für die BASF lohne sich der Wechsel weg von der Straße:
Für uns ist immer die Verschiebung von der Straße auf die Schiene oder auf das Wasser ein positiver Fall. Aus Gründen der Effektivität und CO2-Reduktion.
Fertigstellung des Kombiverkehrsterminals Ludwigshafen Ende 2028
Unmittelbar nach dem symbolischen Spatenstich folgen die ersten Schritte der Baumaßnahmen an den Ein- und Ausfahrtsbereich. Mitte 2027 werden die alten Terminalmodule geschlossen und der Neubau errichtet. In diesem Zeitraum steht im Terminal für gut ein Jahr nur eine eingeschränkte Kapazität zur Verfügung. Ende 2028 soll dann alles fertig sein.