Der Sinn dieser neuen Messe: Wenn sich alle Akteure rund um das Thema Events an einem Ort treffen, dann entstehen möglicherweise neue Partnerschaften und ein großes Netzwerk an Leuten, das viel mehr Geschäftsreisende in die Region Pfalz, Baden und Südhessen locken. Das zumindest erhoffen sich die Veranstalter, eine Tochtergesellschaft des Verbands Metropolregion Rhein-Neckar.
Sie haben die Messe "MICE Connect" genannt. Die Abkürzung für "Meetings, Incentives, Conferences, Exhibitions" bildet ausgerechnet das englische Wort für "Mäuse", also für kleine, possierliche Tierchen, die sich gerne verstecken. Das mag Außenstehenden vielleicht befremdlich erscheinen, aber die Messe hat dennoch viele Interessenten angelockt.
Messe hat alle Flächen für Infostände vermietet
Sämtliche Stellflächen im Pfalzbau in Ludwigshafen waren gebucht. Gut 70 Aussteller kamen - darunter Hotels, Planer von Events, Firmen, die Lichtinstallationen oder andere Ausstattung bieten, Tagungshäuser und Restaurants mit großen Gasträumen. Auch ein Weingut, dass große Räume und Gärten für Feste vermietet war dabei. Eigentlich planten die Veranstalter - das "Convention Bureau" des Verbands der Metropolregion Rhein-Neckar - nur für Unternehmen aus dem Rhein-Neckarraum. Aber es kamen sehr viele Anfragen - darunter zum Beispiel die Lufthansa oder die Eventfirma des Europaparks in Rust - und so wurde der Kreis erweitert.
Besucher verlaufen sich
Weniger positiv: Es waren zwar 700 Besucher angemeldet, aber anscheinend haben sie sich im großen Pfalzbau so weitläufig verteilt, dass man den Eindruck gewinnen konnte, dass kaum jemand am Angebot interessiert ist. Einige der Aussteller waren dementsprechend nicht so glücklich mit der Besucherresonanz und dem Interesse an ihren Hotels oder Tagungshäusern.
Veranstaltungen gering besucht
Auch die Veranstaltungsräume, in denen Vorführungen und Podiumsdiskussionen abgehalten wurden, waren schlecht besucht. Bei einem Event waren sogar nur 10 Zuschauer im großen Saal des Pfalzbaus. Silke Fontius, die Verantwortliche Referentin für die Messe, erklärt das damit, dass sehr viel gleichzeitig in mehreren Veranstaltungsräumen stattfand. Außerdem brauchten die Besucher Zeit, um mit den Veranstaltern ins Gespräch zu kommen oder sich untereinander zu vernetzen.
Vernetzen per App statt mit Visitenkarte
Dieses Vernetzen funktioniert übrigens über eine App, die eigens für diese Messe entwickelt wurde. Die Veranstalter wollten erreichen, dass nicht wie eh und je Visitenkarten ausgetauscht werden. Mann konnte seinen Kontakt in der App ansteuern, markieren und bekam nicht nur den Ansprechpartner, sondern gleich das gesamte Angebot in Kurzform, nett bebildert.
Die Messe soll keine Eintagsfliege bleiben. Sie soll jedes Jahr in einem anderen Veranstaltungshaus in einer anderen Stadt oder Gemeinde in der Metropolregion Rhein-Neckar sein.