Unheimlicher Fund

Menschliche Knochen in abgestellter Vitrine in Speyer stammen aus Südamerika

In Speyer ist Anfang Oktober ein Glaskasten mit menschlichen Überresten vor einem Museum abgestellt worden. Der Verantwortliche hat sich jetzt bei der Polizei gemeldet.

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Von Autor/in Felicitas Reichold

In der Nacht zum 4. Oktober war vor der Außenstelle des Landesamts für Archäologie Rheinland-Pfalz ein Glasbehälter mit menschlichen Knochen und Kleidungsresten abgestellt worden. Das kleine Museum in der Speyerer Gilgenstraße hatte daraufhin die Polizei verständigt.

Woher kommen menschliche Knochen vor Speyerer Museum?

Wer den Glaskasten dort abgestellt hatte und woher er stammte, war zunächst völlig unklar. Rechtsmediziner nahmen den Inhalt unter die Lupe und kamen zu dem Ergebnis, dass die Knochen und Kleidung mindestens 1.000 Jahre alt sein müssen.

In der Hoffnung auf Hinweise wandten sich die Ermittler am Donnerstag an die Öffentlichkeit.

Ein mumifizierter Fuß - aus der Glasvirtine in Speyer, die vor der Landesarchäologie abgestellt wurde
Ein mumifizierter Fuß - aus der Glasvirtine in Speyer, die vor der Landesarchäologie abgestellt wurde

Knochen in Speyerer Glaskasten waren makabres Mitbringsel

Am Freitag teilte die Polizei nun mit, dass sich der Verantwortliche gemeldet habe. Demnach gab der Mann glaubhaft an, dass seine mittlerweile verstorbene Mutter die Überreste in den 1980er Jahren in Südamerika gefunden und mit nach Deutschland genommen habe.

Bei einer Entrümpelungsaktion habe sich der Sohn nun entschieden, die Gegenstände nicht zu entsorgen und die Vitrine deshalb vor dem "Archäologischen Schaufenster" der Außenstelle des Landesamts für Archäologie in Speyer abgestellt.

Dieser Schädel liegt auch in der Glasvirtine - er stammt wohl aus Südamerika
Dieser Schädel liegt auch in der Glasvirtine in Speyer - er stammt wohl aus Südamerika

Wie die Polizei erklärt hat, ergaben sich bislang keine Hinweise auf eine Straftat. Der Fall werde der Staatsanwaltschaft jedoch zur Prüfung vorgelegt. Eine Polizeisprecherin sagte, sobald die Freigabe von der Staatsanwaltschaft komme, würden die mumifizierten Knochen an einen Friedhof übergeben.

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