Jens-Ove Heckel ist Zoo-Direktor im Landauer Zoo und fasst die Lage so zusammen: "Der Vorteil unserer Tiere ist: Sie müssen nicht arbeiten und können ihren Tag frei gestalten." Deshalb können sie sich jederzeit zurückziehen – in den Schatten, den Stall oder den Schlamm.
Der Zoo ergreift trotzdem einige Maßnahmen, damit die Tiere auch bei der Hitze versorgt sind. Die Gehege werden schon morgens mit Rasensprengern bewässert, damit die Pflanzen grün bleiben und die Tiere sich abkühlen können. Darüber freuen sich zum Beispiel die Emus, die sich gerne unter den Wasserstrahl stellen. Außerdem achten die Zoo-Mitarbeiter darauf, dass die Tiere immer ausreichend Trinkwasser zur Verfügung haben.
"Eisbomben" für Schimpansen und Otter
Zur Beschäftigung und zur Abkühlung gebe es außerdem für einige Tiere spezielles Futter, sagt Heckel. Den Ottern wird ihr Futter zum Beispiel gefroren serviert, die Schimpansen bekommen gefrorenes und ungesüßtes Fruchtmus.
Tiere, bei denen man besonders aufpassen müsse, seien die Fische, so Heckel. Bei hohen Temperaturen müsse der Zoo kontrollieren, dass das Wasser nicht zu warm wird, weil es dann zu Sauerstoffmangel kommen könne. Deshalb werden die Aquarien mit Ventilatoren abgekühlt.
Abkühlung im Wildpark
Die Tiere im Kurpfalzpark haben offenbar keine Probleme, sich an die Hitze anzupassen. Laut dem Park seien die Gehege groß genug und ausreichend bewaldet, sodass sich die Tiere in den Schatten zurückziehen können. Außerdem haben alle großen Gehege einen Bachlauf, in dem die Tiere sich abkühlen oder etwas trinken können. Am täglichen Ablauf im Park ändert sich also nicht viel: Die Wasser- und Futterstellen werden regelmäßig kontrolliert, ansonsten versorgen sich die Tiere weitgehend selbst.