Die Komödie Plötzlich Schwiegervater mit Schauspieler Uwe Ochsenknecht in der Hauptrolle eröffnet das Festival des deutschen Films am 19. August. Der gebürtige Mannheimer wird zur Eröffnung auch auf dem roten Teppich erwartet. Er ist gleich das zweite Jahr in Folge da, offenbar hat ihm sein erster Besuch vergangenes Jahr gut gefallen.
Überhaupt werden wohl wieder zahlreiche Stars nach Ludwigshafen auf die Parkinsel kommen. Intendant Michael Kötz kündigte unter anderem die Schauspieler Maria Furtwängler, Hape Kerkeling und Ulrich Tukur an.
Schauspielpreis an Annette Frier, Ehrenpreis an Volker Schlöndorff
Drei Schauspieler werden mit dem Preis für Schauspielkunst ausgezeichnet: Christian Berkel, Annette Frier und Christian Redl. Dazu bekommt Regisseur Volker Schlöndorff den Ehrenpreis des Festivals verliehen.
13 der gezeigten Filme sind für den wichtigsten Preis des Festivals, den Filmkunstpreis, nominiert. Sie werden von einer dreiköpfigen Fachjury ausgewählt. Die Besucher können außerdem über den Rheingold Publikumspreis abstimmen.
Große Bandbreite an Filmen
Intendant Michael Kötz und Programmdirektorin Daniela Kötz betonen, es werde wieder eine große Bandbreite an den verschiedensten Filmen bei dem Festival gezeigt. Das Publikum soll überrascht werden.
Bei einem guten Film ist es wie bei einem Traum, der einen beschäftigt.
"Bei einem guten Film ist es wie bei einem Traum, der einen beschäftigt und den man dann nicht weitererzählen kann", so Intendant Kötz. Denn viel wichtiger als die Handlung sei die Atmosphäre. Das gelte für jeden guten Film, selbst für Krimis.
Vom atmosphärischen Krimi bis zur Komödie über Kulturkampf
Im Programm ist dann auch etwa der Spreewaldkrimi Mein ist der Tod. Laut der Organisatoren des Festivals ist der Spreewald nicht nur Beiwerk, sondern ein wichtiger atmosphärischer Bestandteil des Films.
Ein weiteres Highlight: Die Komödie Extrawurst mit den Schauspielern Christoph Maria Herbst und Hape Kerkeling. Das Thema ist hochaktuell, so Intendant Michael Kötz: Es geht um den auf beiden Seiten teils verbissen geführten Kulturkampf, Minderheitenrechte und alte weiße Männer. Keine typische "Brüllkomödie", so Kötz, sondern trotz der leichten Erzählweise ein durchaus ernster, aber unterhaltsamer Film.
Hommage an die Nouvelle Vague
Liebhaber des französischen Autorenkinos, das in den späten 1950er Jahren aufkam, dürften auch auf ihren Geschmack kommen. Gezeigt wird das Filmdrama Nouvelle Vague, das die Entstehung des Films Außer Atem von Jean-Luc Godard zeigt. Der französische Filmklassiker wird auch auf dem Festival des deutschen Films in voller Länge zu sehen sein.
Rund 74 Produktionen sind es insgesamt, darunter auch sechs Kinderfilme. Der Ticketvorverkauf startet am 27. Juli 2026.