Diana hat ihre geliebte Tante Lydia verloren. Täter war ihr Onkel, Lydias Ehemann. Er soll seine Frau fast 50 Jahre lang gequält, kontrolliert und misshandelt haben. Die Tante hatte mehrfach versucht, dieser Ehe zu entkommen, hatte sich getrennt, war in ein Frauenhaus geflüchtet und doch immer wieder zurückgekehrt. Dann, als sie es endlich geschafft zu haben schien - die Trennung vollzogen war - erschoss der Ehemann sie.
Fälle wie diesen bezeichnet man auch als Femizid. Das heißt, Frauen werden getötet, weil sie Frauen sind.
Diana: Gerichtsverfahren war "Kampf meines Lebens"
Diana erzählt, wie sie vom Tod ihrer Tante erfahren hat und wie sie die Gerichtsverfahren erlebt hat, die sich über dreieinhalb Jahre hinzogen. Denn ihr Onkel wurde in einem ersten Prozess zunächst wegen Totschlags verurteilt. Erst im Revisionsverfahren lautete das Urteil: lebenslang wegen Mordes. Diana hatte für eine gerechte Strafe gekämpft.
Selbsthilfegruppe "Lydia" in Ludwigshafen - Zufluchtsort für Frauen
In der Folge erfahren wir auch, wie aus Dianas Trauer auch Hoffnung entstanden ist: Sie hat die Selbsthilfegruppe "Lydia" in Ludwigshafen gegründet. Mit ihr hat Diana einen sicheren Raum geschaffen - für Frauen, die Gewalt erlebt haben. Gleichzeitig soll die Selbsthilfegruppe auch ein Symbol für Stärke, Zusammenhalt und Neubeginn sein.
SWR Aktuell: Opfern und Hinterbliebenen eine Stimme geben
Das neue True-Crime-Format von SWR Aktuell trägt den Titel "Im Namen der Opfer". Wir geben hier Hinterbliebenen von Femizid-Opfern und auch Überlebenden von Femizid-Versuchen eine Stimme. Wir berichten über die Opfer - nicht nur über die Täter - und zeigen die Perspektiven der Menschen, deren Leben durch Gewaltdelikte für immer verändert wurden.
Neue SWR-True-Crime-Serie Orange Day setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen
Zum Orange Day wird auf Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht. Auch die neue SWR True Crime-Serie befasst sich mit Femiziden und eine große Studie analysiert Gewalt an Frauen.