Die Verhandlungen waren offenbar intensiv und hart. 14 Stunden lang bis spät in die Nacht haben Arbeitgeber und Gewerkschaft Verdi in der sechsten Gesprächsrunde miteinander gerungen. Dann stand fest: Die Bus- und Straßenbahnfahrer der RNV bekommen in drei Stufen bis 2027 insgesamt mindestens 400 Euro mehr pro Monat.
Gewerkschaft befragt jetzt ihre Mitglieder
Die Gewerkschaft Verdi bezeichnet den Kompromiss als „tragfähig“ und „ausgewogen“. Sie will bis zum 13. März ihre Mitglieder befragen, ob sie dem Ergebnis zustimmen. Der ausgehandelte Tarifvertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren.
Arbeitszeit wird um eine Stunde verkürzt
Neben der Lohnerhöhung gibt es im sogenannten Manteltarifvertrag. auch Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. Er soll sogar fünf Jahre gelten. So sinkt die Wochenarbeitszeit von derzeit 39,5 auf künftig 38,5 Stunden. Zuschlag für Nachtdienste gibt es schon ab 20 Uhr. Bisher galt 21 Uhr als Grenze.
Warnstreik an drei Tagen
Im Tarifstreit waren die RNV-Beschäftigten im Januar und Februar an drei Tagen in Warnstreik getreten, unter anderem an den Standorten Ludwigshafen und Bad Dürkheim. Sämtliche städtischen Straßenbahn- und Buslinien in Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg, sowie die Strecke der Rhein-Haardtbahn nach Bad Dürkheim und die Linie 5 im Rhein-Neckar-Kreis und Südhessen wurden damals nicht bedient.