Ohne dieses Belüfungssystem würde die Situation wahrscheinlich ganz anders aussehen. Denn heiße Temperaturen wie in diesem Sommer sorgen dafür, dass sich Gewässer erwärmen und kippen können.
Im Russenweiher war das zuletzt im September 2024 der Fall, erklärt Siegfried Steinbrenner von den Anglerfreunden Speyer. Er ist Vereinsvorsitzender. Zu dem Zeitpunkt gab es zwar schon eine Belüftungsanlage, die konnte dem Weiher aber nicht mehr genug Luft zuführen.
Großes Fischsterben im September 2024
Laut Steinbrenner sind deshalb damals circa 1,8 Tonnen Fische gestorben. Der Verein hat sich daraufhin erfolgreich für ein neues Belüftungssystem eingesetzt. Das gibt es im Russenweiher seit dem vergangenen Winter. Der Weg dahin war aber nicht einfach.
"Es war ein riesen Kostenaufwand", erklärt der Vereinsvorsitzende. Das Belüftungssystem hat ihm zufolge rund 200.000 Euro gekostet. "Wir haben mit dem Stadtrat und der Oberbürgermeisterin sehr darum gekämpft und haben es durchgesetzt", so Steinbrenner. Das Belüftungssystem versorgt das Gewässer und damit auch die Lebewesen regelmäßig mit Sauerstoff.
So funktioniert die Belüftung im Speyerer Weiher
Am Grund des Weihers wurde ein 1.000 Meter langer Schlauch installiert. Über winzige Öffnungen im Schlauch wird Luft ins Wasser abgegeben. Dadurch soll das Wasser sauerstoffreicher werden und einen Vorfall wie in 2024 verhindern.
Neues Belüftungssystem: Genug Sauerstoff für Fische
Das scheint auch zu klappen: Steinbrenner zufolge ist der Sauerstoffgehalt des Weihers so hoch wie nie, obwohl der Wasserpegel stark gefallen ist - es würden 1,20 bis 1,50 Meter fehlen. Der Belüftungssystem habe sich bewährt. Der Russenweiher hat für die Menschen in Speyer eine große Bedeutung: "Das ist unsere grüne Lunge für Speyer", sagt Steinbrenner.