Ziel sei es, "dass der Lachs künftig wieder dauerhaft in der Wieslauter heimisch wird und sich natürlich fortpflanzen kann", sagte eine Sprecherin der Struktur- und Genehmigungsbehörde (SGD) Süd in Neustadt. Zusammen mit dem Landesfischereiverband Pfalz und der BASF setzt sich die Behörde seit Jahren dafür ein, dass der Atlantische Lachs wieder öfter in der Pfalz vorkommt. Am Donnerstagvormittag sind 3.000 Babylachse in die Wieslauter gesetzt worden.
Ein Fisch mit großer Bedeutung
Der sogenannte Salmo salar hatte frühere eine große Bedeutung: Er hat die Wirtschaft angekurbelt. Denn er wurde gefangen und oft als Speisefisch gekauft.
Wie die SGD Süd mitteilt, haben Wasserverschmutzung und Wanderhindernisse wie Wehre aber dazu geführt, dass der Fisch deutlich seltener vorkam oder sogar ganz verschwand. Heute steht der Lachs unter Schutz.
Die Wieslauter ist laut SGD Süd aufgrund ihrer Beschaffenheit ein guter Lebensraum für Lachse. Auf einer Gesamtlänge von rund 67 Kilometern durchfließt der Fluss den Pfälzerwald und das deutsch-französische Grenzgebiet. Bei Untersuchungen seien bis zu 30 Fischarten nachgewiesen worden, darunter auch seltene und geschützte Arten wie die Groppe, das Bachneunauge und der Lachs.
Seit 2004 bringen der Landesfischereiverband Pfalz und die SGD Süd nach eigenen Angaben regelmäßig Lachsbrütlinge in die Wieslauter ein. In den vergangenen Jahren seien dabei jährlich zwischen 30 000 und 50 000 Jungfische in den Fluss gesetzt worden - und das erfolgreich.
Atlantischer Lachs vermehrt sich in der Wieslauter
Das würden entsprechende Untersuchungen bestätigen, sagt die SGD Süd. Der Lachs habe sich vermehrt: "Im Herbst 2009 wurden unterhalb der Wehranlage Scheibenhardt erstmals Junglachse nachgewiesen, die aus natürlicher Fortpflanzung hervorgegangen waren", heißt es. Das deutet darauf hin, dass schon im Herbst 2008 zurückgekehrte Lachse in der Wieslauter abgelaicht hatten.
Atlantischer Lachs soll heimisch werden Südpfalz: So wurden tausende junge Lachse ausgesetzt
In Schweighofen (Kreis Südliche Weinstraße) sind 5.000 Junglachse ausgesetzt worden. Das Ziel ist, den Atlantischen Lachs, der bis zu 1,20 Meter werden kann, wieder in den Pfälzer Gewässern anzusiedeln.
Auch in den Folgejahren von 2009 bis 2024 wurden an mehreren Stellen, darunter unterhalb der Wehranlage Scheibenhardt, an der Salmbacher Passage und an der Remy-Brücke in Schweighofen, große Laichgruben festgestellt. "Diese Funde dokumentieren die natürliche Fortpflanzung des Lachses in der Wieslauter über mehrere Jahre hinweg", so die SGD Süd.
Die Wiederansiedlung des Lachses sei daher ein langfristiger Prozess. Neben dem Besatz sind insbesondere eine gute Wasserqualität, geeignete Laich- und Jungfischhabitate sowie durchgängige Wanderwege entscheidend für den dauerhaften Erfolg.