Der wichtigste Tipp von Michael Ruffen, einem der Instruktoren vom Fahrsicherheitszentrum auf dem Nürburgring: Vorausschauend fahren und wenn möglich, nicht beschleunigen, das koste die meiste Energie. Gleichmäßig fahren laute die Devise. Dazu könne auch der regelmäßige Blick auf den Drehzahlmesser helfen. Der Drehzahlbereich zwischen 2.000 und 2.500 sei der Beste. Auch gut: vom Gas gehen und das Auto auch mal rollen, "segeln" lassen - wie Ruffen sich ausdrückt.
Sprit sparen: Tempomat nicht nur auf der Autobahn
Um Sprit zu sparen, empfiehlt der Fachmann mit Tempomat zu fahren. Und das nicht nur auf der Autobahn, sondern auch über Land oder in der Stadt. Etwa im Stau in der Stadt helfe es nicht, ständig Gas zu geben und dann wieder abzubremsen. Viele moderne Auto-Modelle verfügten demnach über Streckenkenntnis, wüssten also, dass nach einer langen Gerade eine Kurve oder ein Kreisel kommt. Und würden damit automatisch die Geschwindigkeit regeln und anpassen.
Ein offenes Fenster oder das WM-Fähnchen am Außenspiegel kostet auch Sprit!
Schon vor Fahrantritt könne dafür gesorgt werden, Sprit zu sparen. "Prüfen Sie vorher den Reifendruck" rät Michael Ruffen. "Der darf ruhig mal bei 0,2 bis 0,3 bar über den Herstellerangaben liegen." Hier gelte der Merksatz: weniger Luft gleich mehr Verbrauch. Zudem solle unnötiges Gewicht im Auto vermieden werden. Also immer prüfen, ob der Dachgepäckträger oder Fahrradanhänger wirklich gebraucht werde. Und scherzhaft fügt der Instruktor hinzu: "Ein offenes Fenster oder das WM-Fähnchen am Außenspiegel kostet auch Sprit!"
Eco-Fahrtraining am Nürburgring: Sicherheit steht über allem
Wer sich aber nicht sicher fühle, mit dem Tempomat zu fahre, der solle so fahren, wie es seinem Sicherheitsgefühl entspreche. Oberstes Gebot bleibe: "Sicherheit steht über allem!", betont Ruffen.
Zehn Euro weniger pro Tankfüllung: Fahrlehrer erklärt, wie das geht
Die Teilnehmer des Eco-Trainings am Nürburgring konnten die Tipps von Ruffen direkt in die Tat umsetzen. So unter anderem Diane Castell. Sie hat bei ihren beiden Trainingsfahrten auf dem neun Kilometer langen Rundkurs gemerkt: Für die erste Runde hat sie 12 Minuten und 5,3 Liter auf 100 Kilometer gebraucht.
Beim zweiten Versuch sei sie bewusster gefahren: früher vom Gas gegangen, habe weniger und immer der Geschwindigkeit angepasst geschaltet, und sei insgesamt gleichmäßiger gefahren. Das Ergebnis: sie hat nur noch 4,7 Liter verbraucht und war dabei sogar noch 5 Sekunden schneller unterwegs.