Der Abbau von Basalt gehört zur Geschichte von Mayen und das Gestein prägt die Region bis heute. Doch die Folgen des Basaltabbaus führen jetzt zu Problemen. Im Gewerbegebiet "Am Layerhof" in Mayen destabilisieren unterirdische Hohlräume die Oberfläche. Die höhlenartigen Löcher sind laut Stadt bis zu acht Meter hoch und bis zu zehn Meter breit.
Hohlräume unter der Erde machen Oberfläche instabil
"Wir haben bereits vor längerer Zeit festgestellt, dass es im Bereich ‚Am Layerhof‘ Sackungen und Senkungen im Bereich der Straßenoberkonstruktion gibt", erklärt Mayens Bürgermeister, Bernhard Mauel (CDU). Das habe auch schon zu Rissen in Gebäuden geführt. Weil auf der Straße außerdem schwere LKW fahren, sind auf dem Straßenbelag starke Risse und Beschädigungen sichtbar.
Bereits 2023 hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) im Auftrag der Stadt Erkundungsbohrungen im Bereich des Gewerbegebiets durchgeführt. In einigen Teilen wurde eine akute Gefahrensituation festgestellt, die Standsicherheit als nicht ausreichend eingestuft. An den betroffenen Stellen war laut SGD Nord der Abstand zur Straßenoberfläche teils stark reduziert. Es mussten sofortige Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden.
Hohe Kosten werden zum Problem für die Stadt Mayen
Die Stadt hat bislang rund 1,6 Millionen Euro für Erkundungs- und Sicherungsmaßnahmen im betroffenen Gebiet ausgegeben. Für weitere Maßnahmen nimmt die Stadt jetzt noch einmal eine halbe Million in die Hand. Welche weiteren Kosten für langfristige Sicherungen noch hinzukommen, ist noch unklar. "Die finanzielle Herausforderung für die Stadt ist immens", sagt Bürgermeister Mauel. Der zur Genehmigung vorgelegte Haushalt der Stadt weist bereits ein Defizit von mehr als 6 Millionen Euro auf.
Schutz von Fledermäusen muss berücksichtigt werden
Eine zusätzliche Herausforderung: In den Höhlen des Mayener Grubenfelds lebt eine große Fledermauspopulation, die unter Naturschutz steht. Die Hohlräume zu verfüllen ist daher nicht möglich. Stattdessen muss beispielsweise mit unterirdischen Stützen in den Hohlräumen gearbeitet werden. So kann laut Bürgermeister Mauel der Schutz der Fledermäuse gewährleistet werden.