Es ist eine Entscheidung, die schmerze, aber unumgänglich sei, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Lahnstein vom Mittwochabend: Als Reaktion auf eine aktuelle Prüfung schließt die Stadtverwaltung ihre denkmalgeschützte Stadthalle mit sofortiger Wirkung für den gesamten Veranstaltungsbetrieb. Grund dafür sei die Einschätzung eines Brandschutzgutachters.
Brandschutz ist nicht mehr aktuell
Verschiedene Bereiche der Lüftungs- und Gebäudetechnik entsprechen nicht mehr den Anforderungen, die heute an den Brandschutz gestellt werden. Der Gutachter kommt laut Stadt zu dem Ergebnis, dass sich der Rauch im ganzen Gebäude ungehindert ausbreiten könnte, sollte es dort brennen.
Die erforderlichen Maßnahmen, um die Mängel zu beheben, gehen nach Angaben des Experten weit über einzelne Reparaturen oder Nachrüstungen hinaus, heißt es von der Stadtverwaltung. Noch könne man nicht sagen, in welchem Umfang technische Anpassungen erforderlich werden, was sie kosten und wie schnell sie umgesetzt werden können.
Noch mehr Probleme bei der Stadthalle Lahnstein
Doch die Mängel beim Brandschutz sind laut Stadt nicht das einzige Problem in der denkmalgeschützten Stadthalle. Einzelne technische Anlagen seien inzwischen sehr alt und machten unabhängig von den aktuell festgestellten Mängeln auf Dauer sowieso Investitionen erforderlich. Diese Aspekte werden in die weiteren Überlegungen zur Zukunft der Stadthalle einbezogen, so die Verwaltung.
Stadt will Veranstaltungsort erhalten
Das Bauamt müsse jetzt klären, wie man den Brandschutz auf den erforderlichen Stand bringen kann. Dabei müssen sämtliche Arbeiten eng mit dem Denkmalschutz abgestimmt und vom Stadtrat beschlossen werden. Der Erhalt der Stadthalle sei oberstes Ziel: "Sie ist der Mittelpunkt des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens unserer Stadt", betont Bürgermeister Johannes Lauer, der momentan Oberbürgermeister Lennart Siefert vertritt.