Der Abriss von Teilen der ehemaligen Achterbahn Ringracer auf dem Nürburgring dauert voraussichtlich bis Ende August. Die Schienen sind im Weg, weil ein Technologie- und Entwicklungszentrum für die Automobilindustrie entstehen soll, sagte der Sprecher der Nürburgring 1927 GmbH, Alexander Gerhard dem SWR.
Looping der Achterbahn soll stehen bleiben
Beseitigt werden laut dem Sprecher des Nürburgrings rund 300 Meter Achterbahnschienen, die parallel zur Start- und Zielgerade der Rennstrecke verlaufen. Der Looping bleibt stehen, der Abbau betrifft nur ebenerdige Abschnitte mit zwei Kurven.
Grund für den Erhalt des Loopings sei einerseits, dass Abrisskosten gespart werden und andererseits, dass er mittlerweile ein Wahrzeichen des Nürburgrings geworden sei. Nachts ist er beleuchtet. Auch der Teil der Achterbahnstrecke, der mitten durchs Motorsport-Museum Ringwerk führt, werde nicht beseitigt, denn an ihm ist das Besucherleitsystem aufgehängt. Das helfe Gästen, zur Tribüne zu finden.
Achterbahn am Nürburgring sollte Besuchermagnet werden
Die zehn Millionen Euro teure Achterbahn gilt als Symbol für den gescheiterten Umbau des Nürburgrings zu einem Freizeitpark. Geplant wurde das Projekt "Nürburgring 2009" im Jahr 2007. Die Rennstrecke sollte zum Ausflugsziel und Urlaubsort werden und die Wirtschaft in der Region stärken. Der Ringracer war Teil dieser Pläne.
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Ringracer ursprünglich als schnellste Achterbahn der Welt geplant
Die Achterbahn sollte die schnellste Achterbahn der Welt werden. Innerhalb weniger Sekunden sollte der Ringracer auf Tempo 217 beschleunigen. Doch technische Probleme verzögerten jahrelang den Betriebsstart. Erst 2013 ging die Achterbahn dann mit einem gedrosselten Tempo von 160 Stundenkilometern in Betrieb.
Nach nur vier Tagen wurde die Achterbahn dann wieder stillgelegt, weil der Nürburgring Insolvenz anmeldete. Der neue Besitzer nahm die Bahn nicht wieder in Betrieb. Seitdem fristete das Metallgerippe ein trauriges Dasein.
Abbau des Ringracers soll Weiterentwicklung ermöglichen
Die beauftragte Firma beim Abbau jetzt kümmere sich um die Entsorgung der Achterbahnteile, sagte Nürburgring-Sprecher Gerhard. Natürlich habe immer mal jemand nach der Achterbahn gefragt. "Aber sie ist ja seit Jahren nicht gefahren und entsprechend wird sie jetzt in Teilen entfernt. Das ist auch ein richtiger und wichtiger Schritt, um etwas Neues entstehen zu lassen", so Gerhard.