"Die Derbys sind immer wieder ein Highlight - da brickelt's dann", sagt ein FCK-Fan am Rande des öffentlichen Trainings am Dienstag. Für viele FCK-Anhänger ist es eines der Spiele, das schon Tage vorher im Kopf beginnt. Wenn am Samstagabend um 20.30 Uhr Schiedsrichter Richard Hempel die Partie anpfeift, geht es nicht nur um drei Punkte. Kaiserslautern gegen Karlsruhe - das bedeutet Rivalität, volle Ränge und eine besondere Atmosphäre auf dem höchsten Fußballberg Deuschlands.
Ausverkaufter Betzenberg
Rund 48.000 Zuschauerinnen und Zuschauer werden zum Südwestderby erwartet, das Fritz-Walter-Stadion dürfte ausverkauft sein. Entsprechend voll kann es bereits Stunden vor dem Anpfiff rund um den Betzenberg und in der Innenstadt werden. Die Polizei empfiehlt deshalb, frühzeitig nach Kaiserslautern anzureisen.
FCK-KSC: Derby ist Risikospiel
Bei aller Vorfreude hat die Begegnung auch eine andere Seite. Die Polizei stuft das Südwestderby als Risikospiel ein und wird daher auch mit sehr vielen Kräften im Einsatz sein.
FCK- und KSC-Fans verbindet eine ausgeprägte Rivalität, deshalb sollen Fangruppen am Samstag bei Bedarf voneinander getrennt werden. Der Appell von Bundes- und Landespolizei ist deutlich: "Wir tolerieren in Kaiserslautern keine Gewalt im Zusammenhang mit Fußballspielen und gehen konsequent gegen Personen vor, die sich nicht an die Regeln halten", heißt es in einer Pressemeldung.
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Beim Auftakt-Remis in Wolfsburg verteidigt der 1. FC Kaiserslautern stark. Im ersten Heimspiel der Saison gegen Karlsruhe soll es auch im Angriff besser laufen.
In der Vergangenheit gab es immer wieder Zwischenfälle. Nach dem Derby in Karlsruhe im Oktober 2025 kam es beispielsweise nach Abpfiff zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern beider Vereine. Die Polizei betont aber, dass die große Mehrheit der Fußballfans friedlich feiern und das Spiel genießen wolle.
Strikte Fantrennung und Alkoholverbot für Gäste
Wie in der Vergangenheit bewährt, werden am Samstag rivalisierende Fangruppen von der Polizei voneinander getrennt werden. Das kann auch Fans betreffen, die mit den Auseinandersetzungen der beiden Szenen nichts zu tun haben. Im Gästebereich gilt am Samstag außerdem ein striktes Alkoholverbot. Die Polizei kündigt für den Spieltag zudem den Einsatz von Drohnen und eines Polizeihubschraubers an.
Elf-Freunde-Kreisel gesperrt
Rund um den Elf-Freunde-Kreisel und die Unterführung zur Eisenbahnstraße sind vor und nach dem Spiel kurzfristige Sperrungen möglich. Auch Fußgänger können deshalb zeitweise warten oder Umwege nehmen müssen. Den Bereich Logenstraße/Kantstraße sollten Autofahrer nach Empfehlung der Polizei umfahren.
Rückreise mit Bahn könnte schwierig werden
Eine Herausforderung wartet auf viele Fans, die mit dem Zug anreisen. Zahlreiche Baustellen sorgen für erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr. Besonders betroffen sind folgende Strecken:
Für Fans aus Richtung Homburg/Saarbrücken, Pirmasens und Kusel kommt eine zusätzliche Einschränkung hinzu: Weil für die ausfallenden Züge nicht genügend Ersatzbusse bereitgestellt werden können, wird von einer An- und Abreise mit Bus und Bahn aus diesen Richtungen ausdrücklich abgeraten. Gerade wegen des späten Anpfiffs um 20:30 Uhr könnte die Heimreise damit für einige Fans kompliziert werden. Wer mit der Bahn kommt, sollte sich deshalb schon vor dem Spiel informieren, wie er nach Abpfiff wieder nach Hause kommt.
Mehr Kapazitäten gibt es dagegen aus Richtung Ludwigshafen und Neustadt. Dort werden vor und nach dem Spiel zusätzliche Züge eingesetzt. Auch Richtung Bingen und Lauterecken gibt es nach dem Derby zusätzliche Verbindungen.
Anreise mit Auto kann auch problematisch werden
Auch Autofahrer sollten mehr Zeit einplanen. Baustellen unter anderem im Bereich Eselsfürth und Mackenbach-Weilerbach können die umliegenden Autobahnen zusätzlich belasten. In Kaiserslautern selbst sorgt unter anderem die Baustellensituation rund um die Barbarossastraße für weitere Einschränkungen. Direkt am Betzenberg sollten Fans gar nicht erst auf Parkplatzsuche gehen. Dort steht kaum öffentlicher Parkraum zur Verfügung.
Die Polizei empfiehlt stattdessen die Park-and-Ride-Parkplätze Schweinsdell an der A6-Anschlussstelle Kaiserslautern-Ost sowie an der Technischen Universität. Von dort fahren bereits zwei Stunden vor dem Spiel Shuttlebusse zum Stadion. Eine weitere Möglichkeit ist der Messeplatz. Dort gibt es begrenzte Parkmöglichkeiten, von denen aus der Betzenberg in etwa 15 Minuten zu Fuß erreichbar ist.