In den letzten Jahren kam es in Kaiserslautern und der Region immer wieder zu Hochwasser. Menschen und Tiere mussten gerettet werden, Autos schwammen weg und Häuser sind voll gelaufen. Damit die Stadt künftig besser auf solche Situationen vorbereitet ist, hat der Stadtrat in seiner vergangenen Sitzung verschiedene Maßnahmen beschlossen. Das Konzept gegen Hochwasser und Starkregen kann jetzt umgesetzt werden.
Frühwarnsysteme und Katastrophenschutz Hochwasser 2024 in der Südwestpfalz: So ist die Region ein Jahr danach aufgestellt
Ein Jahr nach dem Hochwasser zu Pfingsten 2024 hat die Südwestpfalz nachgebessert. Welche Maßnahmen wurden ergriffen und wie gut ist die Region heute vorbereitet?
So will Kaiserslautern seine Bürger vor Hochwasser schützen
Insgesamt umfasst der 488 Punkte. Geplant sind unter anderem Notfallkonzepte für das Westpfalz-Klinikum, Kitas und Pflegeheime. Bei Hochwasser sollen Straßen gesperrt und Stromkästen gesichert werden. Zudem sind an mehreren Stellen, etwa an Bahnunterführungen, Wasserpegel vorgesehen. Die bestehenden Hochwasserschutzanlagen will die Stadt weiterhin unterhalten.
Natur in Kaiserslautern soll erhalten bleiben
Auch die Natur spielt bei dem Konzept eine wichtige Rolle, weil dort das Wasser gut versickern kann. Unter anderem sollen Wiesen, Wälder und Grünflächen erhalten bleiben - das gelte auch für Privatpersonen. Förster sollen unter anderem darauf achten, dass Wälder geschützt werden und Waldwege so angelegt sind, dass Regenwasser möglichst gut versickern kann.
Extreme Wetterereignisse immer öfter auch in Region Kaiserslautern
Laut der Stadt sind solche Konzepte sehr wichtig, weil es auch im Westen der Pfalz immer öfter zu Starkregen und dann Überflutungen komme. Die Stadtverwaltung will deshalb alles tun, damit die Bürger gut auf Starkregen vorbereitet sind und Schäden möglichst vermieden werden – so weit es technisch und finanziell machbar ist, heißt es. Einen 100-prozentigen Schutz gebe es nicht, deshalb sei es auch wichtig, dass jeder selbst etwas zur Vorsorge beitrage.
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Das können Bürger in Kaiserslautern für Hochwasserschutz machen
Auch Bürger können vorsorgen. Dazu gehört zum Beispiel, Abflusswege freizuhalten, den Abstand von Gebäuden zu Gewässern einzuhalten oder Grünflächen wie Gärten zu pflegen. Stellflächen auf Grundstücken sollen so gestaltet werden, dass Wasser versickern kann.
Maßnahmen werden schrittweise von Stadt Kaiserslautern umgesetzt
Die Maßnahmen werden nach und nach von der Stadtverwaltung, dem Katastrophenschutz und auch von Privatpersonen umgesetzt. Das Konzept wurde zu 90 Prozent mit Fördermitteln der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz erstellt, heißt es von der Stadt. Für einzelne Maßnahmen wird noch geprüft, ob zusätzliche Fördermittel beantragt werden können.