Viele Menschen haben die Sonnenfinsternis am Mittwochabend begeistert beobachtet - offenbar aber nicht alle gut geschützt. In mehreren Augenkliniken haben sich Menschen mit verschiedenen Beschwerden gemeldet - auch in der Mainzer Uniklinik.
Augenklinik Mainz: Mindestens zehn Menschen mit Augenproblemen
In Mainz hätten sich sich bis zum Donnerstagmorgen zehn Menschen in der Augenklinik der Universitätsmedizin gemeldet, so eine Sprecherin auf SWR-Anfrage. Die Betroffenen hätten entweder ungeschützt oder mit zu wenig Schutz die Sonnenfinsternis beobachtet. Ob im Laufe des Donnerstages noch mehr Patientinnen und Patienten dazu gekommen sind, konnte die Sprecherin aktuell nicht sagen.
Sonnenfinsternis ohne Schutz: Schwindel und blinde Flecken
Bei den Beschwerden könne es sich um verschwommenes oder verzerrtes Sehen, Lichtempfindlichkeit oder um einen blinden Fleck in der Mitte des Gesichtsfeldes handeln. Direkt behandeln könne man die Symptome nicht, so Experten, die verletzten Sehzellen müssten sich von selbst erholen. Ein dauerhafter Sehschaden sei meist unwahrscheinlich.
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Netzhaut-Schäden durch Sonnenfinsternis
Das Bundesamt für Strahlenschutz hatte im Vorfeld allerdings eindringlich gewarnt: Wer eine Sonnenfinsternis ohne geeignete Schutzbrille betrachtet, kann seine Netzhaut dauerhaft schädigen.
Die Netzhaut ist die lichtempfindliche Schicht im Auge, auf der das Bild entsteht. Dort sammelt sich bei direktem Blick in die Sonne in kürzester Zeit sehr viel Energie. Das Tückische: Für drohende Netzhautschäden gibt es keine direkten Warnsignale. Man spürt nicht, wie sich die Schädigung entwickelt. Sehprobleme tauchen erst später auf.
Bei Augenbeschwerden - keine Panik
Wer nach einer Sonnenfinsternis Beschwerden bemerkt, sollte diese ernst nehmen, aber nicht in Panik geraten. Wenn Schmerzen anhalten, Flecken im Sichtfeld auftauchen oder sich die Sehschärfe verschlechtert, sollte man eine Augenärztin oder einen Augenarzt aufsuchen. Dort kann geprüft werden, ob die Netzhaut tatsächlich geschädigt ist.