Wie steht es um die Grundschulen im Land? Das möchte der SWR auch in der Praxis wissen. Die 25-jährige Laura Krauß begleiten wir seit ihrem Start ins Referendariat im vergangenen September. Erst haben wir sie direkt in der Grundschule Mackenbach im Unterricht besucht. In der Weihnachtszeit waren die Backkünste der jungen Frau aus Reichenbach-Steegen gefragt. Nun haben wir Laura Krauß mit der Klasse 1c im Wald getroffen.
Erstklässler der Grundschule Mackenbach im Wald
"Seit einer Woche schon freuen sich die Kinder auf diesen Waldtag", erzählt Laura Krauß und muss gleichzeitig die Schüler im Auge behalten. Es ist Montagmorgen, kurz nach 8 Uhr, auf dem Weg in einen nahegelegenen Wald. Insgesamt 17 Kinder sind voller Energie und wollen in der Natur toben. Laura Krauß hat an dem Tag eine Kollegin mit dabei. Unterstützt werden die beiden Lehrkräfte auch noch von einer Waldpädagogin.
Im Wald gibt es dann viel Programm. Die Erstklässler helfen sich zum Auftakt als Gruppe über ein Seil. Dann lernen die Kids die Ameise kennen. In einem weiteren Spiel müssen die Erstklässler Geschicklichkeit beweisen.
Referendarin macht der Unterricht mit den Schülern Spaß
Zum Schluss haben die Kinder noch eine Bahn gebaut. In der mussten Tennisbälle den Hang runter rollen. Die Grundschüler haben fleißig mit den Schaufeln die Bahn gegraben. Einige haben aber auch Hilfe benötigt. Dann war Laura Krauß zur Stelle, hat auch selbst mit angepackt. Die 25-Jährige wirkt dabei genauso neugierig wie die Kinder.
"Das Schuljahr ist vollgepackt mit Eindrücken. Jeden Tag gibt es Sachen, auf die man nicht vorbereitet ist. Deshalb ist immer was los", sagt Laura Krauß. Ihre Uni-Laufbahn beschreibt die 25-Jährige als eher theoretisch. Zwar hat Laura Krauß vor dem Referendariat schon ein Praktikum an der Grundschule Mackenbach gemacht.
Laura Krauß hätte sich im Studium mehr Praxis an der Grundschule gewünscht
Doch die junge Frau aus Reichenbach-Steegen findet, dass es im Lehramtsstudium noch mehr Praxis an der Schule bräuchte. "Man müsste schon von Beginn des Studiums direkt mit der Schule in Kontakt kommen und nicht nur in den kleinen Praktikumsblöcken", sagt Krauß. Das sei vor allem im zwischenmenschlichen Kontakt mit den Kindern wichtig.
Ganz ohne Theorie geht es aber auch nicht im Referendariat. Im September stehen für Laura Krauß die nächsten Prüfungen an. Deshalb bekommt sie zum Ende des Schuljahres nochmal Tipps, was sie in ihrem Unterricht besser machen kann. Die 25-Jährige nimmt den Stress aber gerne an - vor allem für die Kinder.
Wiedersehen mit den Kindern im neuen Schuljahr
Denn im neuen Schuljahr trifft Laura Krauß im Unterricht auf die selben Kinder wieder - dann jedoch eine Jahrgangsstufe höher. Die 25-Jährige hatte dieses Jahr eine 1. Klasse in den Fächern Mathe und Sachunterricht betreut sowie eine 3. Klasse in Deutsch. Diese Fächer unterrichtet Laura Krauß auch im neuen Schuljahr 2025/2026.