Um es gleich vorneweg zu sagen: Beim Ostereierschießen wird nicht AUF Ostereier geschossen, sondern UM. Das heißt: Wer will, kann sich anmelden, geht dann in Ramsen in die große Schießhalle, nimmt sich ein Luftgewehr und schießt auf Zielscheiben, die zehn Meter entfernt stehen. Kinder können auch mit einer Armbrust schießen.
Mit der Zielscheibe geht man dann zur Auswertung und je nachdem, wie viele Ringe man getroffen hat, bekommt man bemalte Ostereier ausgehändigt. Trifft man ins Schwarze, ist es ein Ei. Hat man das Können (oder auch das Glück), eine Zehn in der Mitte zu treffen, gibt es zwei Eier.
Jedes Jahr über 90.000 Ostereier in Ramsen
Auf diese Weise gibt der SV Ramsen jedes Jahr über 90.000 gekochte und bemalte Ostereier an die Besucher aus - schließlich kommen über die Tage verteilt rund 5.000 Menschen, die sich mal am Luftgewehr versuchen wollen. Für deren leibliches Wohl ist auch gesorgt, denn es gibt Essen und Trinken - und das nicht nur aus Eiern.
Apropos Eier: Mitte März hatte die deutsche Geflügelwirtschaft noch davor gewarnt, dass es dieses Jahr möglicherweise nicht genug Eier zu Ostern geben könnte. Davon ist beim SV Ramsen nichts zu spüren. "Ich habe mit unserem Lieferanten gesprochen, es gibt keine Probleme", sagt der erste Vorsitzende Tobias Müller.
Suche nach Freiwilligen wird in Ramsen schwieriger
Was ihn vielmehr umtreibt ist die Suche nach freiwilligen Helfern. Es werde jedes Jahr schwieriger, solche zu finden. Und davon muss es in Ramsen viele geben: Von der Parkplatzaufsicht über die Eier-Ausgabe bis hin zur Unterstützung am Schießstand. Müller ist aber sicher, dass er auch die letzten noch offenen Schichten noch besetzen kann.