Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Westpfalz

Weniger Straftaten in Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken

Im vergangenen Jahr gab es deutlich weniger Straftaten in der Westpfalz - allerdings nicht in allen Bereichen. 

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Stand

Von Autor/in Luca Schulz

Das Polizeipräsidium Westpfalz registrierte 2025 insgesamt 27.528 Straftaten. Das waren 2.304 Fälle weniger als im Vorjahr, ein Rückgang um 7,7 Prozent.

Ein Erfolg für das Polizeipräsdium in Kaiserslautern: Mehr als zwei Drittel aller Taten konnten aufgeklärt werden. Das ist der dritthöchste Wert der vergangenen zehn Jahre.

Gewaltkriminalität in Westpfalz geht zurück

Wenn Straftaten wie Raub, schwere Körperverletzung oder Tötungsdelikte begangen werden, spricht die Polizei von Gewaltkriminalität. Hier gab es einen deutlichen Rückgang. Die Polizei registrierte 1.091 Fälle - ein Minus von mehr als zwölf Prozent.

Weniger Tötungsdelikte

Zu den schwersten Delikten zählen Straftaten gegen das Leben, also etwa Mord oder Totschlag. In der Westpfalz registrierte die Polizei davon 13 Fälle. Davon waren neun Versuchstaten. Zwölf Taten wurden aufgeklärt.

Weniger Diebstähle und Straftaten auf der Straße

Deutlich gesunken ist auch die Straßenkriminalität. Dazu gehören zum Beispiel Straftaten, die im öffentlichen Raum passieren, etwa Diebstähle oder Raubdelikte auf der Straße. Die Polizei zählte 4.622 Fälle. Das ist laut Statistik der niedrigste Wert im Zehnjahresvergleich.

Zurückgegangen sind auch die sogenannten Eigentumsdelikte, also Diebstähle oder Einbrüche. Hier verzeichnet die Statistik 6.798 Fälle. Fast 400 Fälle weniger als im Vorjahr.

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Viele Sexualdelikte passieren im Internet

Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung registrierte das Polizeipräsidium Westpfalz 655 Fälle. Dazu gehören unter anderem Vergewaltigung, sexueller Missbrauch von Kindern oder Delikte rund um Kinderpornografie. Viele dieser Taten stehen im Zusammenhang mit dem Internet - fast die Hälfte der Fälle ereignete sich online.

Messerangriffe bleiben auf gleichem Niveau

Nahezu unverändert blieb die Zahl der Messerangriffe. Die Polizei erfasste 86 Fälle – genauso viele wie im Vorjahr. In 16 Fällen blieb es beim Versuch. Die Aufklärungsquote erreichte bei diesen Delikten den Höchstwert im Fünfjahresvergleich.

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Häusliche Gewalt im Westen der Pfalz nimmt zu

Gegen den allgemeinen Trend stieg jedoch die häusliche Gewalt. Die Zahl der Fälle von Partnerschaftsgewalt nahm um 49 auf 1.248 Fälle zu. Ein landesweiter Negativtrend. Auch die Gewalt innerhalb von Familien stieg, und zwar um 21 Fälle auf 670. In beiden Bereichen lag die Aufklärungsquote bei den Fällen, die der Polizei bekannt sind, allerdings bei nahezu 100 Prozent. 

Mehrheit der Tatverdächtigen männlich

Insgesamt ermittelte das Polizeipräsidium Westpfalz im vergangenen Jahr 12.952 Tatverdächtige. Davon waren 74 Prozent männlich. Knapp 30 Prozent der Tatverdächtigen hatte eine ausländische Staatsangehörigkeit. Regional betrachtet ereigneten sich rund zwei Drittel der Straftaten im Bereich der Polizeidirektion Kaiserslautern und rund ein Drittel im Bereich der Polizeidirektion Pirmasens.

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Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Luca Schulz
SWR-Redakteur Luca Schulz

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