Rund 2.000 Zivilbeschäftigte, die auf der Air Base in Ramstein für die US-Streitkräfte arbeiten, konnten heute vorerst aufatmen. Wegen der Haushaltssperre in den USA mussten die deutschen Zivilbeschäftigten zuletzt um ihre Gehälter bangen. Der Lohn im Oktober ist nun gesichert. Das Bundesfinanzministerium hat kurzfristig mitgeteilt, dass der Bund die Gehälter für den laufenden Monat übernimmt.
Shutdown in den USA Bund übernimmt Gehalt der US-Zivilbeschäftigten
Wegen des US-Shutdowns haben Zivilbeschäftigte auf US-Stützpunkten in Rheinland-Pfalz um ihr Gehalt gebangt. Der Bund übernimmt die Gehälter.
Was passiert mit den Zivilbeschäftigten im November?
Die Unsicherheit ist jedoch noch nicht weg, berichten mehrere Zivilbeschäftigte, die auf der Air Base in Ramstein arbeiten. Denn noch ist unklar, ob die deutsche Regierung weiterhin einspringt, wenn der Haushalt in den USA auch im November nicht geklärt ist. "Man fühlt sich wie ein Spielball", sagt ein Mitarbeiter. Er arbeitet seit 32 Jahren für die US-Streitkräfte. So eine Situation habe er in all den Jahren nie erlebt - obwohl es schon mehrfach solche Shutdowns, also Haushaltssperren, gab. "Ich wurde immer pünktlich bezahlt."
Die Betroffenen reden von einem Gefühl der Machtlosigkeit und von Existenzängsten. "Ich habe vor ein paar Jahren erst ein Haus gekauft", berichtet einer. Einen Monat ohne Gehalt könne er sich nicht leisten. Die unsichere Lage habe ihm zuletzt schlaflose Nächte beschert. Nun denke er bereits an die kommenden Monate. "Ich werde im nächsten Monat besser mit meinem Geld haushalten", sagt er. Eine Sicherheitsmaßnahme, falls es doch noch zum Lohnausfall kommt.
Zivilbeschäftigte auf Air Base fürchten auch Entlassungen
Zu schaffen macht den Beschäftigten auch, dass sie nicht über den Ernst der Lage informiert wurden. "Seit zwei Wochen kursieren die Gerüchte, dass die USA vielleicht nicht bezahlt", berichtet ein Mitarbeiter. Eine offizielle Mitteilung ihres Arbeitgebers blieb bis heute aus. "Die Angst der Beschäftigten ist so hoch wie nie", sagt ein anderer. Man fürchte sich auch vor Entlassungen durch die US-Regierung. Deshalb möchte auch niemand namentlich in der Presse auftreten.